Poolchemie: Welche Mittel braucht man für die Poolpflege?

Die Poolchemie ist bei der Poolreinigung ein wesentlicher Bestandteil damit das Wasser sauber bleibt. Aber was braucht man wirklich und welche Mittel sind nur Geldverschwendung?

Für die Poolreinigung braucht man folgende Chemikalien: Chlor, einen Chlorstabilisator, Broom, Säuren um den pH-Wert zu erhöhen oder zu senken, einen Härtestabilisator, Algizide gegen den Algenwuchs und ein Flockungsmittel für kristallklares Wasser.

In diesem Artikel geht es um die Poolchemie, was Sie alles für sauberes Poolwasser brauchen und wie diese Mittel im Pool richtig eingesetzt werden.

Poolchemie Starterset: Anleitung zum sauberen Pool

Der eigene Pool im Garten ist leicht zu pflegen, wenn man erst den Dreh raus hat.

Anders als viele Ratgeber neuen Poolbesitzern weiß machen wollen, ist die Poolreinigung mit wenig Poolchemie möglich.

Wenn Sie keine Zeit haben den kompletten Artikel zu lesen, dann finden Sie hier eine Liste mit dem Poolchemie Starterset:

  • Chlor: Für die Desinfektion des Pools gegen organische Stoffe.
  • Cyanursäure: Dient als Chlorstabilisator damit das Chlor länger wirkt.
  • Broom: Die Alternative zum Chlor – wirkt aber schwächer und langsamer.
  • pH-Plus und pH-Minus: Zum heben und senken des pH-Wertes.
  • Säurekapazität: Verhindert große Sprünge des pH-Wertes.
  • Calciumhärte: Wichtig gegen Eintrübungen im Wasser.
  • Algizid: Ist hilfreich um den Algenwuchs zu hemmen.
  • Flockungsmittel: Bindet feine Partikel und ermöglicht die Filtration.

Info: Über die Links können Sie die von uns empfohlene Poolchemie online kaufen.

Regelmäßige Wassertests sind eine Grundvoraussetzung für die Optimierung der idealen Werte im Pool. Verwenden Sie u.U. den hier empfohlenen Wassertester.

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Hier finden Sie eine Tabelle mit den Idealwerten für den Pool und wie oft diese Parameter in der Woche gemessen werden sollten.

ParameterWertHäufigkeit der Messung
Chlor0,3 – 1,5 mg/l1-2/Woche
Cyanuridsäure30 – 50 mg/l1/Monat
Broom3,0 – 5,0 mg/l1-2/Woche
pH-Wert7,2 – 7,61-2/Woche
Alkalinität80 – 120 mg/l1/Monat
Calcium200 – 400 mg/l1/Monat
TDSkleiner als 2000 mg/lnur bei Bedarf

Im weiteren Artikel erklären wir im Detail warum die einzelnen Mittel für die Poolreinigung notwendig sind und wie diese mithilfe unserer Anleitung eingesetzt werden.

Lesetipp: Wenn Sie zu Beginn etwas nicht verstehen oder Begriffe unklar sind, dann lesen Sie einfach bis zum Schluss weiter. Der Artikel baut mit den einzelnen Überschriften aufeinander auf und wir garantieren Ihnen das am Ende alles einen Sinn ergibt.

Chlor als Desinfektionsmittel im Pool

Das Chlor ist wegen seiner starken Oxidationskraft die gängigste Methode einen Pool zu desinfizieren und sauber zu halten.

Der Einsatz von Chlor richtet sich gegen:

  • Algenwuchs und Eintrübungen im Wasser.
  • Legionellen und die damit verbundene Legionärskrankheit.
  • Jegliche Art von Keime und insbesondere gegen E.Coli (Eschirichia Coli).

Es handelt sich beim Chlor (CL) um eine giftige Chemikalie und deswegen sollte der direkte Hautkontakt und das Einatmen der Dämpfe vermieden werden.

Aber aufgelöst im Wasser und richtig dosiert ist das Chlor im Pool ungefährlich.

Das Chlor ist als Chlorgranulat, Flüssigchlor oder als Chlortabletten erhältlich. Diese werden wiederum zwischen stabilisiertem und nicht-stabilisiertem Chlor unterschieden.

Die Anwendung ist einfach und unkompliziert aber vor dem Gebrauch sollten einige Punkte beachtet werden damit das Chlor seine volle Wirkung entfaltet.

Je nach Konsistenz kann das Chlor mithilfe einer Dosieranlage, mit einem Dosierschwimmer oder manuell dosiert im Pool eingesetzt werden.

In festem Zustand erfolgt die Zugabe von Chlor mit einem Dosierbehälter (Floater) und nicht wie häufig behauptet über den Skimmer oder die Pumpe.

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Am besten hängen Sie den Floater mit einer kurzen Schnur an den Wasserstrom der Rücklaufdüsen im Pool.

Zugegeben: Das alles klingt für Laien etwas verwirrend, aber nach unserem Artikel werden Sie das Chlor unterscheiden und richtig anwenden lernen.

Um den Unterschied und die Einsatzzwecke zu verdeutlichen, finden Sie in diesem Artikel zu jeder Chlor Variante ein eigenes Kapitel.

Stabilisiertes Chlor

Im Fachhandel wird üblicherweise bereits stabilisiertes Chlor verkauft.

Das bedeutet, dass diese Chlorprodukte vor dem raschen Zerfall durch die UV-Strahlen der Sonne und Hitze stabilisiert sind.

Das stabilisierte Chlor ist als Chlorgranulat erhältlich und leicht am Namen zu erkennen:

  • Di-Chlor: Das Di-Chlor (Natriumdichlorisocyanurat) ist schneller löslich als das Tri-Chlor.
  • Tri-Chlor: Das Tri-Chlor (Trichlorisocyanursäure) ist eine preiswerte Alternative und Sie brauchen in der Hochsaison ungefähr 400 g pro Woche – das sind etwa 10 bis 12 kg pro Jahr.

Beide Varianten gehören zu den organischen Chlorprodukten und bauen dank der Cyanursäure einen hohen Chlorgehalt im Pool auf.

Das Di-Chlor und Tri-Chlor eignet sich also wunderbar für eine laufende Desinfizierung.

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Praktisch ist das Chlorgranulat auch bei der Bekämpfung von lokalem Algenwuchs indem das Granulat auf die befallenen Stellen ausgebracht wird.

Wie das geht erklären wir in unserem Artikel über die Reinigung von grünem Poolwasser.

Leider ist das Di-Chlor und Tri-Chlor für eine Stoßchlorierung – auch als Chlor Schock bezeichnet – ungeeignet da es wie bereits erwähnt durch den darin enthaltenen Chlorstabilisator (Cyanursäure) langsam abgebaut wird.

Für die Stoßchlorierung sind schnell wirksame Chlorprodukte ohne einen Chlorstabilisator notwendig über die Sie im folgenden Kapitel mehr erfahren können.

Nicht-stabilisiertes Chlor

Das nicht-stabilisierte Chlor enthält keine Cyanursäure (Chlorstabilisator) und wird im Handel meistens als flüssiges Chlor angeboten.

Aber es existieren auch flüssige Chlorprodukte die einen Chlorstabilisator enthalten.

Da Chlor leicht durch Hitze und UV-Strahlen der Sonne abgebaut wird und ohne einen Chlorstabilisator seine Wirksamkeit verliert, ist das Flüssigchlor wunderbar für die Stoßchlorierung geeignet.

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Das Flüssigchlor ist in verschiedenen Konzentrationen erhältlich und je nach Konzentration brauchen Sie 5 – 10 Liter Flüssigchlor pro 25 m³ Wasser.

Mit der laufenden Filtration und durch den natürlichen Zerfall sinkt der Chlorwert nach der Anwendung im Pool auf einen erträglichen Bereich.

Tragen Sie bei der Anwendung eine Schutzbrille da durch die verursachten Spritzer die Augen geschädigt werden können – wir empfehlen auch alte Kleidung zu tragen.

Das nicht-stabilisierte Flüssigchlor ist aber nicht nur auf die Stoßchlorung beschränkt.

Bei Bedarf kann ein nicht-stabilisiertes Chlor durch eine extra Beigabe von Cyanursäure für die Dauerdesinfektion eingesetzt werden – Im Text gehen wir später näher drauf ein.

Außerdem bieten sich Dosieranlagen für die exakte Chlorkonzentration im Pool an.

Nebenprodukte vom Chlor

Der Einsatz von Chlor führt zu Desinfektionsnebenprodukten wie Chloramine und Trihalomethane (THM).

  • Chloramine: Die Chloramine entstehen wenn Chlor mit Schweiß und Harnstoff reagiert. Es sind keine giftigen Nebenwirkungen nachgewiesen worden, aber der typische Hallenbadgeruch entsteht und Augenreizungen können ausgelöst werden. Achten Sie nur darauf, dass die Chloramine nicht über den Wert von 0,2 mg/l steigen – Frischwasserzufuhr baut die Chloramine ab.
  • Trihalomethane: Die Trihalomethane entstehen ebenfalls wenn das Chlor mit organischen Stoffen reagiert. Anders als die Chloramine gelten die Trihalomethane bei hohen Werten als krebserregend und deswegen sollte die Konzentration unbedingt unter 2 mg/l bleiben.

Halten Sie sich bei der Verwendung von Chlor an die Konzentrationsangaben des Herstellers und führen Sie regelmäßige Wassertests durch, dann ist der Einsatz von Chlor relativ ungefährlich.

Aber es kann durchaus zu Nebenwirkungen wie Allergien oder Chlorakne durch Chlor kommen.

Die Allergie macht sich mit Hautrötungen, Ausschlägen und Schnupfen bemerkbar. Hier kann nur ein Hauttest bestätigen, ob es sich um eine Chlorallergie handelt.

Chlorakne entsteht wiederum bei direktem Kontakt mit Chlor durch orale Einnahme oder durch eine Inhalation.

Stichwort: Schutzausrüstung tragen!

Cyanursäure: Einen Chlorstabilisator verwenden

Im Absatz über das Chlor haben wir häufig den Begriff Cyanursäure verwendet und sind kurz darauf eingegangen das es sich dabei um einen Chlorstabilisator handelt.

Verwenden Sie ein bereits stabilisiertes Chlorgranulat (Di-Chlor und Tri-Chlor), dann entfällt der Einsatz von Cyanursäure.

Sollten Sie aber ein nicht-stabilisiertes Chlor verwenden und beabsichtigen damit langfristig Ihren Pool zu desinfizieren, dann muss ein Chlorstabilisator dem Wasser beigegeben werden.

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Die Notwendigkeit eines Chlorstabilisators begründet sich dadurch, dass ein nicht-stabilisiertes Chlor wie z.B. das Flüssigchlor unter Hitze und UV-Strahlen der Sonne leicht zerfällt und seine Wirkung verliert.

Das bedeutet, dass Sie die Cyanursäure neben dem Chlor zwingend im Freibad verwenden sollten. Im Hallenbad oder im Whirlpool brauchen Sie dagegen keine Cyanursäure.

Die Cyanursäure schützt das Chlor vor dem schnellen Zerfall, aber das ist nicht alles.

Bei einem regelmäßigem Einsatz von stabilisiertem Chlorgranulat oder bei einer separaten Beigabe eines Chlorstabilisator, steigt der Cyanursäure Wert der die Wirksamkeit von Chlor benachteiligt.

Das bedeutet: Ab einem Cyanursäure Wert (auch als Cyanuric Acid bezeichnet) über 50 mg/l verliert das Chlor seine Wirkung und ein Wasserwechsel ist erforderlich da der Cyanuric Acid Wert nicht abgebaut wird.

In unserem Fachartikel finden Sie weitere Informationen zur Cyanursäure und Chlorstabilisator. Klicken Sie dazu einfach dem Link.

Broom als Alternative zum Chlor

Das Broom wird häufig als Alternative zu Chlor genommen, ist aber genau so eine giftige Poolchemie mit der Sie den direkten Hautkontakt vermeiden sollten.

Auch hier empfehlen wir das Tragen einer Schutzausrüstung für Augen und Atemwege.

Aufgrund seiner schwachen Oxidationskraft ist das Broom nicht so wirksam wie das Chlor. Das bedeutet, dass wesentlich größere Mengen notwendig sind.

Deswegen wird das Broom häufig in Kombination mit einer Ozonanlage oder UV-Licht im Pool angewendet.

Broom ist zudem teurer als Chlor und bei der Anwendung entstehen höhere Kosten.

Aber einen Vorteil hat das Broom gegenüber dem Chlor: Es ist nicht anfällig bei UV-Strahlen und deswegen ist kein extra Stabilisator wie die Cyanursäure notwendig.

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Das Broom hat auch den Vorteil, dass es selbst als gebundenes Broom (bereits reagierte Broom mit organischen Stoffen) seine desinfizierende Wirkung beibehält.

Das heißt aber nicht, dass keine Desinfektionsnebenprodukte bei Broom entstehen, denn bei der Anwendung von Broom bilden sich Bromide und Bromoform (bromhaltige THM).

Dennoch kann das Broom eine sinnvolle Alternative zum Chlor sein.

Wichtig ist nur das Broom richtig zu dosieren und das Wasser regelmäßig zu testen.

Im Fachhandel wird das Broom als langsam lösliche Sticks oder als Broomtabletten angeboten.

Da sich die Sticks und Tabletten nur langsam auflösen, empfehlen wir einen Floater (Dosierschwimmer) bei der Verwendung von Broom einzusetzen.

Extra Tipp: Den Broomgehalt im Wasser können Sie mit der DPD-Methode messen. OTO-Tropfen funktionieren auch, nur muss bei der Ermittlung des tatsächlichen Wertes der gemessene Wert mit dem Faktor 2,25 multipliziert werden.

Bei OTO-Tropfen: Gemessener Broomgehalt * 2,25 = tatsächlicher Broom Wert.

Biguanide (PHMB) zur Desinfektion im Pool

Das PHMB (Polymerhexamethylenbiguanide) ist ein chemisches Molekül, dass sich für die Desinfizierung im Pool eignet – in den USA wird es als Biguanid angeboten.

Es ist frei von Chlor und hochwirksam gegen Pilze, Keime und einige Algen, aber leider nicht gegen Schweiß oder Harnstoff.

Deswegen ist das Biguanid nur bedingt als Desinfektionsmittel geeignet.

Im Gegensatz zu Chlor und Broom entstehen bei der Verwendung keine unangenehmen Desinfektionsnebenprodukte wie etwa Chloramine oder Bromide.

Vorteilhaft beim PHMB ist nicht nur die Hochwirksamkeit, sondern das es auch mild gegenüber den Badenden ist und relativ wenige Mengen notwendig sind.

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Je 10 m³ Wasser brauchen Sie 1 Liter vom Mittel. In einem 50 m³ Pool wären das 5 Liter.

Das PHMB (Biguanid) gilt als beständig gegen UV-Strahlen und Hitze, wodurch selbst eine niedrige Dosierung lange im Wasser wirksam bleibt.

Zudem muss das PHMB nur alle 2 Wochen im Becken angewendet werden, was Zeit, Aufwand und Kosten spart.

Sie müssen auch keine Angst haben, das sich durch den Einsatz ihr Haar grün färbt.

Es kann aber bei falscher Anwendung passieren, dass das Wasser trüb wird.

Die meisten PHMB Mittel sind bereits mit einem Wasserstoffperoxid versetzt um aktiv Bakterien und Viren abzutöten.

Sollten Sie ein reines PHMB kaufen, dann muss zusätzlich ein Wasserstoffperoxid im Pool zugegeben werden.

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Der Einsatz von Biguanid ist durchaus eine effektive Alternative zu Chlor und Broom.

Jedoch müssen Sie bei der Verwendung von Biguanid dafür sorgen, dass kein Chlor, Broom oder andere silber- bzw. kupferhaltigen Mittel im Wasser enthalten sind.

Diese Mittel vertragen sich nicht mit dem Biguanid.

Das bedeutet, dass Sie bei einem Umstieg auf Biguanide das Poolwasser komplett auswechseln, die Oberflächen im Pool schrubben und den Sandfilter rückspülen müssen.

Weiterhin können Sie beim Pool Auswintern oder Pool Einwintern kein Chlor verwenden.

pH-Plus und pH-Minus

Der pH-Wert ist einer der wichtigsten Paramter bei der Wasseraufbereitung im Pool und drückt die Stärke der Wasserstoffionenkonzentration im Wasser aus.

Einfach ausgedrückt: Am pH-Wert erkennen Sie, ob das Wasser im Becken sauer, neutral oder alkalisch ist.

  • Bei einem pH-Wert unter 7,0 ist das Wasser sauer.
  • Das Wasser ist bei einem pH-Wert von genau 7,0 neutral.
  • Ein pH-Wert der über 7,0 liegt ist alkalisch (basisch).

Idealerweise liegt der pH-Wert im Pool zwischen 7,2 bis 7,6 – für die Messung reichen Teststreifen aus.

WasserqualitätpH-Wert
Hartes Poolwasser6,8 – 7,4
Mittelhartes Poolwasser7,2 – 7,8
Weiches Poolwasser7,4 – 8,0
Sehr weiches Poolwasser7,8 – 8,2

Da Regen immer sauer ist (5,5 – 5,8) sinkt der pH-Wert bei einem Unwetter nach unten.

Bei einem niedrigen pH-Wert unter 7,0 rosten Metallteile und die Fugen im Fließenpool werden beschädigt – man spricht von korrosivem Wasser.

Mit einem pH-Plus Granulat lässt sich ein zu niedriger Wert nach oben korrigieren.

Deswegen gehört ein pH-Plus in jedes Poolchemie Starterset.

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Der pH-Wert wird um 0,1 angehoben, wenn Sie 100 Gramm pH-Plus Granulat je 10 m³ Poolwasser einsetzen. Bei einem 50 m³ Pool wären das 500 g.

Aber auch bei einem zu hohen pH-Wert entstehen Probleme im Poolbecken.

Liegt der pH-Wert über 7,6 wird das Wasser im Pool trüb und Kalk bildet sich. Zudem nimmt auch die Wirkung vom Chlor und Broom ab.

Verwenden Sie in diesem Fall ein pH-Minus Granulat im Pool.

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Um den pH-Wert im Pool um 0,1 zu senken, benötigen Sie 100 Gramm pH-Minus Granulat pro 10 m³ Poolwasser.

Da der pH-Wert in der Woche 1 bis 2 Mal gemessen und u.U. optimiert werden muss, lohnt es sich immer jeweils einen 5 – 10 kg Eimer an pH-Plus und pH-Minus Granulat in der Poolausrüstung auf Lager zu haben.

Im schlimmsten Fall verliert die Poolchemie ihre Wirkung, wenn der pH-Wert nicht im Idealbereich liegt.

So muss vor eine Stoßchlorierung zunächst der pH-Wert optimiert werden damit das Chlor besser wirkt. Aber auch bei der Anwendung eines Flockungsmittel im Pool muss der pH-Wert stimmen.

Der pH-Wert schwankt sehr stark und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Damit Sie nicht zu viel vom pH-Plus und pH-Minus Granulat verbrauchen, muss immer die Säurekapazität (Totale Alkalinität) gemessen und korrigiert werden um den pH-Wert zu stabilisieren.

Im nächsten Kapitel erfahren Sie zu diesem Thema mehr.

Totale Alkalinität (Säurekapazität)

In Deutschland reden wir von der Säurekapazität (auch Säurebindungsvermögen oder Säureverbrauch), aber die meisten Produkte sind mit dem Begriff Alkalinität beschriftet.

Die Alkalinität (TA) ist für den pH-Wert sehr wichtig und drückt die Pufferkapazität des Wassers aus.

Deswegen darf dieses Mittel in keinem Poolchemie Set fehlen.

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Bei einer Messung – photometrisch oder titrimetrisch – sollte die totale Alkalinität idealerweise bei 80 bis 150 mg/l liegen.

Je nach Hersteller werden zum Beispiel 180 g pro 10 m³ Wasser benötigt um den TA auf 10 mg/l zu erhöhen.

Aber wie genau beeinflusst die Alkalinität den pH-Wert?

Es kann sein, dass Ihr pH-Wert hoch (alkalisch) ist, aber dass das Poolwasser trotzdem sauer ist, wenn die Alkalinität unter 80 mg/l liegt.

Ist der pH-Wert stark schwankend, dann muss zunächst die Alkalinität gemessen und u.U. unter Zugabe des von uns empfohlenen Mittels korrigiert werden.

Erst danach wird dem Wasser entweder ein pH-Plus oder ein pH-Minus hinzugegeben um den pH-Wert zu optimieren.

Calciumhärte

Das Calcium im Poolwasser bestimmt wie hart oder weich das Wasser ist.

Je nachdem wie Sie Ihren Pool befüllen, kann der Calcium Wert relativ hoch sein – Brunnenwasser hat einen höheren Calciumanteil als Leitungswasser.

Bei einer zu hohen Konzentration des Calcium wird das Poolwasser trüb.

Weiterhin kommt es vor, dass Poolwände, Leitern und sogar der Filtersand beschlagen.

Dies wird durch die Zugabe von Calciumhärte verhindert.

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Die Eintrübung und der Beschlag können auftreten, wenn die Calcium Konzentration über 600 mg/l liegt.

Der Idealwert der Calciumhärte liegt bei 200 bis 400 mg/l. Deswegen sind 300 mg/l Poolwasser ein guter Mittelwert.

Am besten messen Sie die Calciumhärte im Pool mit der photometrischen und titrimetrischen Methode.

Tipp: Ein zu hoher pH-Wert kann zu einer hohen Calciumhärte führen. Bevor Sie die Calciumhärte optimieren, sollten Sie zunächst die Alkalinität und den pH-Wert anpassen.

Weitere Poolchemie die Sie brauchen

Die von uns empfohlene Poolchemie zur Desinfizierung und für die Optimierung des pH-Wertes, der Alkalinität und der Calciumhärte reicht theoretisch aus um einen Pool sauber zu halten.

In der Praxis sind jedoch weitere Mittel für die Bekämpfung gegen Algen, Eintrübungen und übel riechende Gerüche im Pool notwendig.

Algizid gegen den Algenwuchs

Algen sind ein bekanntes Problem unter Poolbesitzern, aber in der Regel einfach zu entfernen – außer es handelt sich dabei um die Schwarzalgen.

Das Algizid ist ein chemisches Mittel auf Kupfersulfat-Basis, mit dem der Algenwuchs gehemmt werden kann.

Es kann aber je nach Hersteller zu einer Schaumbildung im Pool kommen. Am besten sind deswegen die nicht-schäumenden Algizide.

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Wöchentlich reichen 1 Liter je 100 m³ Poolwasser. Bei einem 50 m³ Becken sind das 0,5 Liter pro Woche.

Wir empfehlen das Algizid immer – neben dem Chlor – im Poolwasser anzuwenden und die empfohlenen Mengen zu beachten da es sonst zu Eintrübungen im Wasser kommt.

In unserem Fachartikel können Sie alles von der Anwendung bis hin zur optimalen Dosierung des Algizid nachlesen. Klicken Sie dazu einfach auf den Link.

Flockmittel für kristallklares Wasser

Das Flockmittel ist ein schonendes Mittel mit dem Sie Ihrem Poolwasser den letzten Feinschliff geben können.

Es bindet die Kolloidalen Stoffe (Feinpartikel) die Sie sonst nicht mit der Filteranlage aus dem Wasser herausfiltern können.

Aber auch bei der Vorbeugung gegen Algen ist das Flockmittel zu empfehlen.

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Pro 10 m³ Beckenwasser werden 150 bis 200 ml Flockungsmittel benötigt – die Zugabe erfolgt 1x pro Woche.

Wenn Sie kristallklares Poolwasser haben wollen, dann raten wir ein Flockungsmittel zu verwenden.

In unserem Blog finden Sie weitere Informationen zur Flockungsmittel Anwendung.

Aktivsauerstoff für die Desinfektion

Der Aktivsauerstoff ist eine hochwirksame und schonende Poolchemie die sich als Alternative zu Chlor und Broom eignet.

Vorteilhaft bei der Anwendung von Aktivsauerstoff ist, dass sich keine Chloramine, Bromide oder andere gefährliche Desinfektionsnebenprodukte bilden.

Zudem entstehen auch keine Bleichflecken wie es bei Chlor gelegentlich vorkommt.

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Je 10 m³ Poolwasser brauchen Sie 0,5 Liter Aktivsauerstoff pro Woche.

Leider ist Aktivsauerstoff ziemlich teuer und es verträgt sind in der Praxis nicht mit Chlor.

Deswegen empfehlen wir nur eine Anwendung in einem Whirlpool da sich hier die Kosten noch im Rahmen halten.

Tipp: Der Aktivsauerstoff sollte immer entsprechend der Herstellerangaben 1x pro Woche im Pool angewendet werden. Eine Überdosierung ist in der Regel nicht möglich und ein Wert bis 8 mg/l gilt als unproblematisch.

Metall Entferner

Ist das Poolwasser bräunlich trüb, dann kann es sein das ein zu hoher Eisenanteil im Wasser vorhanden ist.

Ein zu hoher Eisen- und Kupferanteil kann verschiedene Ursachen haben.

Aber nicht selten passiert es, dass nicht nur das Wasser trüb wird, sondern auch Pool Flecken entstehen und Rost das teure Pool-Equipment angreift.

Das lässt sich mit einem chemischen Mittel gegen Eisen im Pool beheben.

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Sie sollten diese Art von Poolchemie nicht zusammen mit einem Phosphat Entferner benutzen da sonst die Wirkung aufgehoben wird.

Normalerweise reicht das Chlor bei der Wasseraufbereitung aus, aber manchmal ist ein Metall Entferner notwendig.

Tipp: Verwenden Sie auf keinen Fall Vitamin C gegen Eisen im Pool. Das Vitamin C hat nur einen optischen Effekt und beseitigt nicht wirklich das Eisen.

Fazit: Poolchemie Testsieger

In unserem Artikel über die Poolchemie haben wir Ihnen alle Mittel gezeigt die Sie für die Poolpflege brauchen.

Die gezeigte Poolchemie eignet sich für die Pool Erstbefüllung, aber auch im weiteren Verlauf für die Aufrechterhaltung der Wasserqualität.

Wenn Sie ein chemisches Pflegemittel in diesem Artikel nicht finden, dann nur weil es entweder nicht notwendig ist und Geldverschwendung wäre oder weil es ein physikalisches Verfahren erfordert.

Eine Frage bleibt aber noch zu klären: Was ist der Poolchemie Testsieger?

In der Praxis hat sich besonders das Chlor und der Aktivsauerstoff bewährt. Alle andere Mittel neigen zu Ausfällen, wenn die Wassertemperatur über 30 Grad Celsius steigt.

Das Broom ist für uns keine echte Alternative zu Chlor, da es eine schwächere Oxidationskraft aufweist und größere Mengen notwendig sind um das Poolwasser stabil zu halten.

Weiterhin ist Broom langsam löslich und bei einem starken Algenbefall muss trotzdem noch mit Chlor nachgebessert werden.

Die entstandenen Nebenprodukte wie Bromide können ebenfalls nur mit einer Stoßchlorung aus dem Becken entfernt werden.

Geht es um die Desinfizierung im Poolbecken, dann ist Chlor der Testsieger und gehört in jedes Poolchemie Set.

Aber Chlor kann nicht alle Mittel ersetzen.

Für die Optimierung des pH-Wertes, der Alkalinität und der Calciumhärte ist eine andere Poolchemie notwendig – von uns empfohlene Mittel finden Sie im Artikel.

Es werden zwar Multitabs angeboten, aber von diesen sollten Sie absehen da Sie nun imstande sein sollten Ihren Pool entsprechend aufzubereiten.

Poolchemie lagern

Die Lagerung der Poolchemie ist wichtig, damit mögliche Gefahren verhindert werden.

Sie wissen bereits das der direkte Kontakt mit den einzelnen Chemikalien und die Inhalation schädlich für die Gesundheit ist.

Deswegen sollte die Poolchemie unbedingt außer Reichweite von Kindern gelagert werden.

Aber eine fachgerechte Lagerung ist auch entscheidend, damit die Mittel nicht miteinander vermischt werden und lange haltbar bleiben.

Wie wird aber das Chlor und alle anderen Chemikalien richtig aufbewahrt?

Der ideale Ort für die Lagerung von Poolchemie sieht wie folgt aus:

  • Die Lagerstätte für jegliche Poolchemie sollte trocken sein.
  • Am besten eignet sich ein kühler und schattiger Platz.
  • Der Ort sollte zudem gut belüftet sein damit Gase entweichen – ein Fenster reicht aus.

Lagern Sie metallische Gegenstände wie etwa einen Poolroboter zusammen mit der Poolchemie?

Es kann zu Rostbildung kommen, wenn Metall Teile nicht richtig lackiert sind und in der Nähe der Poolchemie aufbewahrt werden.

Wir empfehlen die Poolchemie auf keinen Fall gestapelt zu lagern da es zu einer ungewollten Mischung der einzelnen Chemikalien kommen kann.

Das gilt es zu verhindern.

Vergewissern Sie sich deswegen, dass alle Behälter ordentlich zugeschraubt oder zugedeckt sind.

Am besten sichern Sie alle Chemikalien in einem großen Plastikbehälter gegen Umkippen und trennen dabei zwischen Granulat und flüssigen Chemikalien.

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Der Behälter dient als Auffangstation, falls eines der Mittel auslaufen sollte. So vermeiden Sie eine Kontamination der Lagerstätte und des eigenen Gartens.

Am sichersten werden die Chemikalien für den Pool in der originalen Verpackung gelagert – vermeiden Sie ein Abfüllen in andere Behälter.

In Kombination mit dem Auffangbehälter haben Sie einen doppelten Schutz.

Mit diesen Tipps für die Lagerung der Poolchemie senken Sie das Risiko, das die Produkte unbrauchbar werden oder Ihren Garten kontaminieren.

Richtiger Umgang mit Poolchemie

Der Umgang mit der Poolchemie will gelernt werden um Verletzungen zu vermeiden und im Ernstfall richtig reagieren zu können.

Aus diesem Grund finden Sie hier weitere Tipps für den Einsatz von Chemikalien im Pool, die Sie beachten sollten.

  • Gebrauchsanweisung lesen: Befolgen Sie vorrangig die Gebrauchsanweisungen der Herstellerangaben. In Deutschland gekaufte Poolchemie muss mit entsprechenden Hinweisen etikettiert und bedruckt sein.
  • Schutzausrüstung tragen: Tragen Sie bei der Anwendung von Poolchemie immer eine Schutzausrüstung wie eine Schutzbrille und einen Mundschutz.
  • Öffnen von Behältern: Öffnen Sie Behälter von Chlor und anderen Desinfektionsmitteln zügig (auf festem und ebenem Untergrund) und entfernen Sie sich umgehend bis die Gase verflogen sind.
  • Chemikalien nicht mischen: Unter keinen Umständen sollten Sie die Poolchemie außerhalb des Pools untereinander mischen, da es zu unvorhergesehenen chemischen Reaktionen kommen kann.
  • Spritzer vermeiden: Landen Spritzer von flüssigen Chemikalien auf der Haut, in die Augen oder auf die Kleidung, dann müssen diese umgehen mit sauberen Wasser entfernt werden um Reizungen und Bleichflecken zu vermeiden. Spritzer werden am besten vermieden, wenn flüssige Mittel in die Rücklaufdüsen vorsichtig gegossen werden.
  • Streuung von Granulat: Wird Granulat im Pool gestreut, sollten Sie einen windstillen Moment abwarten. Werfen Sie nie gegen den Wind und tragen Sie eine Atemschutzmaske gegen den feinen Staub.
  • Auflösen der Poolchemie: Geben Sie Poolchemie immer dem Wasser hinzu und nie umgekehrt, wenn Sie ein Produkt auflösen oder verdünnen müssen.
  • Brandgefahr: Jegliche Brandgefahr bei der Lagerung und der Anwendung von Poolchemie ist zu vermeiden – die Zigarette können Sie nach der Poolpflege rauchen.
  • Notfall: Halten Sie die Telefonnummern vom Notarzt und der Feuerwehr bereit. Wir empfehlen auch die Nummer der Giftzentrale an einem sichtbaren Ort aufzubewahren.

Haben Sie noch weitere Fragen zur Poolchemie?

Benutzen Sie dazu am besten unsere Suchfunktion oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

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Danke und frohes schwimmen!

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