Pool heizen: 3 Methoden für die Erwärmung des Poolwassers

Es ist eine Überlegung wert, ob man in Deutschland den Pool heizen sollte um die eigene Badesaison zu verlängern. Aber welche Methode eignet sich am besten um das Poolwasser zu erwärmen und wie viel Kostet der Betrieb einer Poolheizung im Monat?

Das Poolwasser kann mit der Wärmepumpe, einer Öl- und Gasheizung in Kombination mit einem Wärmetauschers oder mit einer Solarheizung erwärmt werden. Besonders wirtschaftlich und zukunftsweisend ist die solare Poolheizung – Bei allen Systemen sollte zudem eine Solarabdeckung verwendet werden.

In diesem Artikel lernst du die verschiedenen Möglichkeiten wie man am besten einen Pool erwärmt und warm hält. Außerdem findest du einen hilfreichen Vergleich der einzelnen Heizsystem und welche Kosten diese in der Praxis verursachen.

Wärmepumpe als aktive Poolheizung

Die Wärmepumpe gehört zu den aktiven Systemen, mit denen man einen Pool heizen kann.

Das bedeutet, dass 70 % der Energie zum Großteil aus der Umgebungswärme gewonnen wird und 30 % elektrisch zugeführt werden muss – Dadurch wird eine hohe Effizienz von 1:4 beim beheizen des Pools erreicht.

Vorteilhaft einer solchen Poolheizung ist, die kurze Aufheizzeit des Poolwassers und die platzsparende Aufstellmöglichkeit im Garten.

Aber wie funktioniert die Wärmepumpe genau?

In der Wärmepumpe befindet sich ein flüssiges Medium, das durch die Umgebungswärme aus der Luft zum verdampfen gebracht wird.

Der integrierte Kompressor erzeugt mithilfe elektrischer Energie einen Druck und bringt den Dampf auf eine höhere Temperatur.

Die erzeugte Wärme wird anschließend in einem Kondensator an das Poolwasser abgegeben, bevor dieses zurück in den Pool fließt. Dabei kühlt das Medium selber wieder herunter, wird flüssig und gelangt zurück zum Ausgangsstadium – Ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Soweit zur Theorie. Aber welche Wärmepumpe für den Pool ist die richtige in der Praxis?

Damit die Aufheizzeiten des Pools kurz bleiben und nicht unnötig Energie verschwendet wird – um das Poolwasser warmzuhalten – empfehlen sich immer leistungsstärkere Wärmepumpen.

In einem Pool mit ungefähr 40 m³ sollte die Leistung der Wärmepumpe nicht unter 8 kWh betragen.

Sollte dir ein Verkäufer eine Pumpe mit weniger Leistung ausrechnen und anbieten, dann kannst du davon ausgehen, dass dieser nur Umsatz machen will.

Eine schwache Poolheizung führt zu hohem Energieaufwand und zu langen Zeiten bis der Pool erwärmt wird.

Vergleiche verschiedene Hersteller und die Preise. Eventuell ist ein anderes Heizsystem für deinen Pool sinnvoller?

Weiter unten im Artikel ist ein Poolheizung Test und Vergleich der einzelnen Systeme zu finden.

Tipp: Verwende die Wärmepumpe immer mit einer Solarabdeckung, um den Wärmeverlust vorzubeugen und zusätzliche Energie zu sparen.

Öl- und Gasheizung für den Pool

Eine weitere Methode wie man das Poolwasser erwärmen kann ist der Einsatz einer Öl- und Gasheizung in Kombination mit einem Wärmetauscher.

Auch dieses System gehört wie die Wärmepumpe zum aktiven Heizsystem für den Pool.

Praktisch ist hierbei, dass der Wärmetauscher an ein bereits vorhandenes Heizsystem im Haus installiert werden kann und das Haus mit geheizt wird – Natürlich steht der Installation des Wärmetauschers an ein separates System nichts im Wege.

Die Leistung ist effizient und ein Becken kann in 24 Stunden – bei einer Heizleistung bei ca. 40 kW – um bis zu 10 °C erwärmt werden.

Aber wie funktioniert das System einer Öl- und Gasheizung in Kombination mit dem Wärmetauscher um das Poolwasser zu heizen?

Der Wärmetauscher ist eine Schnittstelle zwischen dem Wasserkreislauf im Pool und des Heizsystems.

Durch den Wärmetauscher fließt aufgeheiztes Wasser vom Heizsystem und erwärmt das darin befindliche Poolwasser ohne sich mit diesem zu vermischen. Es erfolgt ein Tausch der Wärme – d.h. auch die Bezeichnung als Wärmetauscher.

Einen Wärmetausche der mit der Öl- und Gasheizung kompatibel ist, bekommt man bereits für ca. 400 Euro. Dazu müssen aber noch Kosten für die Installation des Systems eingerechnet werden.

Auch interessant sind elektrische Wärmetauscher die sich im selben Preisrahmen bewegen. Diese sind aber nur zu empfehlen, wer günstigen Nachtstrom bezieht.

Wie schnell das Poolwasser erwärmt wird, hängt natürlich von der Leistung des jeweiligen Heizsystems ab. Weiter unten ist ein Vergleich der Aufheizzeiten und der entstehenden Kosten zu finden.

Tipp: Die Bundesregierung hat im Klimaschutzpaket 2030 ein Gesetz für bestehende Ölheizungen verabschiedet. Eine Information vor der Planung der Poolheizung über die aktuelle Gesetzeslage ist ratsam. Quelle.

Pool mit einer Solaranlage erwärmen

Wer auf elektrischen Strom komplett verzichten will und eine passive Methode sucht, mit der man das Poolwasser erwärmen kann, der installiert spezielle Solaranlagen für den Pool.

Es bieten sich verschiedene Kollektoren an, um einen Pool mit Sonnenenergie zu erwärmen, aber besonders zwei Bauarten sind hervorzuheben:

  • Absorbersysteme: Der schwarze Kunststoff absorbiert die Wärme der Sonneneinstrahlung und gibt diese direkt an das durchfließende Poolwasser ab.
  • Vakuumröhren: Ein Vakuumröhrenkollektor besteht aus evakuierten Glasröhren und enthält im Zentrum einen Wärmeträger der das Poolwasser erwärmt. Besonders das doppelwandige “Sidney-System” ist für die Beheizung des Poolbeckens empfehlenswert.

Die Absorbersysteme sind günstiger als die Vakuumröhrenkollektoren und auch für Laien einfacher an das Wassersystem des Pools zu installieren, erfordern aber wesentlich mehr Platz um den Pool halbwegs zu heizen.

Vakuumröhren benötigen hingegen weniger Platz im Garten und sind vom Wirkungsgrad um 20 % effizienter als konventionelle Solarkollektoren. Quelle.

Aber eines haben die Solarsysteme gemeinsam und das ist eine zwingend notwendige Ausrichtung nach Süden.

Hier muss vor dem Kauf einer Solaranlage geprüft werden, ob eine ausreichende Fläche vorhanden ist und genügend Sonneneinstrahlung stattfindet.

Im Idealfall liegt der Neigungswinkel der Anlage zur Sonne zwischen 35 und 90°.

Was sollte man bei der Installation einer Solaranlage für den Pool beachten?

  • Das Größenverhältnis zwischen Kollektor und Beckenoberfläche muss stimmen damit die Aufheizzeiten im Rahmen bleiben. Je größer der Solarkollektor, desto besser.
  • Man benötigt eine stärkere Poolpumpe, wenn die Solarkollektoren auf dem Dach installiert werden. Hier ist auf die “Head” Angabe zu achten – Mehr dazu kannst du im Poolpumpen Test nachlesen.
  • Eine stärkere Poolpumpe begünstigt zudem die Erwärmung des Poolwassers und verhindert, dass die Skimmung durch die Installation der Solarkollektoren schlechter wird.

Weiterhin bietet sich eine Kombination der Solaranlage mit einer Solarsteuerung an, die den Wasserstrom nach Bedarf durch die Absorber und wieder zurück ins Becken leitet.

Nach Herstellerangaben liegt die Ausbeute durch die Nutzung einer Steuerungseinrichtung bei 80 % – Diese Werte werden jedoch nur an heißen Sommertagen im Juni bis Juli erreicht.

Im Frühjahr (April) ist ein Wirkungsgrad von 45 % im Durchschnitt zu erwarten. Das Gleiche gilt für den Monat August.

Mehr zum Wirkungsgrad der Solaranlage im Vergleich zu den anderen Poolheizungen findest du weiter unten im Artikel.

Tipp: Viele Ratgeber empfehlen eine zweite Poolpumpe, wenn man eine Poolheizung in Form von Solarkollektoren nutzt. Das kann man umgehen, indem die Kollektoren ab dem Multiventil installiert werden und das filtrierte Wasser heizen.

Solarabdeckung für das Schwimmbad

Die Solarabdeckung ist eine weitere passive Möglichkeit, mit der das Poolwasser erwärmt werden kann.

Hersteller von Solarabdeckungen für den Pool reden von einem Temperaturgewinn bis zu 10 °C, aber in der Praxis sind 2 – 3 °C die Realität.

Besonders in kleinen Aufstellbecken sind Solarabdeckungen eine beliebte Methode, um den Pool vor dem auskühlen zu schützen. Dabei haben sich solche mit kleinen Luftblasen am besten bewährt – Vorzugsweise in der Farbe schwarz oder blau.

Das Funktionsprinzip der Solarabdeckung ist einfach erklärt.

Die Matte wird über die Pooloberfläche gespannt und absorbiert die Sonnenenergie und gibt die Wärme direkt an das Poolwasser ab – Hier spielt natürlich der Aufstellort und die südliche Ausrichtung des Pools eine große Rolle.

  • Vorteilhaft einer solche Poolabdeckung ist, dass kein Strom notwendig ist, um den Pool zu heizen.
  • Der Nachteil ist, dass die Temperaturgewinne komplett von der Sonneneinstrahlung abhängen.

Eine Solarabdeckung ist preislich günstig, sollte aber in der Praxis immer in Kombination mit einer anderen Poolheizung wie etwa der Wärmepumpe oder einer Solaranlage eingesetzt werden um die Aufheizzeiten zu minimieren.

Weiterhin ist durch den Einsatz der Solarabdeckung mit einer Energieeinsparung – beim heizen des Poolbeckens – bis zu 50 % zu rechnen.

Merke: Egal für welche Poolheizung du dich aus der persönlichen Präferenz entscheidest, eine Solarabdeckung sollte immer eingesetzt werden um den Wärmeverlust vorzubeugen und Energie zu sparen.

Poolheizungen im Vergleich

Vor der Entscheidung für eine Poolheizung ist es wichtig die einzelnen Systeme miteinander hinsichtlich der Effizienz, der Aufstellmöglichkeiten und der Kosten miteinander zu vergleichen.

Dazu dient der folgende Poolheizung Test und Kostenvergleich.

Steinbach Luft-Wärmepumpe, Waterpower 8500,...
Pool Schwimmbad DAPRA Wasserwärmetauscher...
Steinbach Solarkollektor Compact, 300 x 140 cm,...
System
Wärmepumpe
Wärmetauscher
Solarkollektor + Wärmetauscher
Aktiv
Passiv
Energiequelle
30 % Strom
Öl- und Gasheizung
Sonne
Empfohlene Leistung
8 kW
40 kW
15 kW
Laufzeiten (40 m³) für 1 °C
5,8 Std
1,16 Std.
3,1 Std.
Platzbedarf
Klein
Klein
Groß
Ø Preis/kWh
17,7 Cent
8,6 Cent
7,23 Cent
Steinbach Luft-Wärmepumpe, Waterpower 8500,...
System
Wärmepumpe
Aktiv
Passiv
Energiequelle
30 % Strom
Empfohlene Leistung
8 kW
Laufzeiten (40 m³) für 1 °C
5,8 Std
Platzbedarf
Klein
Ø Preis/kWh
17,7 Cent
Pool Schwimmbad DAPRA Wasserwärmetauscher...
System
Wärmetauscher
Aktiv
Passiv
Energiequelle
Öl- und Gasheizung
Empfohlene Leistung
40 kW
Laufzeiten (40 m³) für 1 °C
1,16 Std.
Platzbedarf
Klein
Ø Preis/kWh
8,6 Cent
Steinbach Solarkollektor Compact, 300 x 140 cm,...
System
Solarkollektor + Wärmetauscher
Aktiv
Passiv
Energiequelle
Sonne
Empfohlene Leistung
15 kW
Laufzeiten (40 m³) für 1 °C
3,1 Std.
Platzbedarf
Groß
Ø Preis/kWh
7,23 Cent

Es ist schwierig die verschiedenen Systeme miteinander zu vergleichen da viele Faktoren wie die Poolgröße eine Rolle spielen – Aus diesem Grund wurde ein Pool mit einem Beckeninhalt von 40 m³ als Referenz genommen.

Zudem wurden weitere Einflussfaktoren wie die Abkühlung des Pools durch das Wetter oder der Wärmeverlust durch die Oberfläche vom Becken nicht berücksichtigt.

Der Poolheizung Vergleich ist wenig aussagekräftig, aber durch die Gleichsetzung der Bedingungen reicht dieser für einen groben Überblick vollkommen aus.

Wer einen Pool heizen will, der steht vor der Wahl zwischen einem aktiven oder passiven System.

  • Aktive Poolheizung: In diese Kategorie fallen die Luftwärmepumpe oder die Öl- und Gasheizung.
  • Passive Poolheizung: Alle Anlagen die ohne direkte Stromzufuhr das Poolwasser heizen wie z.B. Solaranlagen oder Geothermieanlagen, wobei letzteres selten im Poolbereich verwendet wird.

Für welche Poolheizung man sich am Ende entscheidet, ist von den Nutzgewohnheiten und der Region in der man lebt abhängig – Stichwort: Solarenergie.

Im nächsten Kapitel wird erklärt wie du selber die notwendige Leistung für deinen Pool berechnest und einen Kostenvergleich aufstellen kannst.

Das sollte dir die Kaufentscheidung erleichtern. Schließlich willst du auch Geld beim heizen des Pools sparen?

Kosten um den Pool zu heizen

Bei der Wahl einer Poolheizung spielen die Kosten eine entscheidende Rolle da die Leistung laufend erbracht werden muss um in den Genuss von warmen Poolwasser zu kommen.

Deswegen ist – neben dem Poolheizung Vergleich und den Kosten für 1 kWh – eine Kostenaufstellung vor der eigentlichen Installation des Heizsystems entscheidend.

Bevor du die Kosten für die geplante Poolheizung berechnen kannst, müssen vorher einige Grundlagen erklärt werden.

  • Für die Erwärmung von 1 Liter Poolwasser um 1 °C ist eine Energie von 1 kcal (Kilokalorie) notwendig.
  • Die Leistung der Poolheizung wird in kWh (Kilowattstunde) angegeben – 1 kWh entsprechen 1000 Wh (Wattstunde).
  • 1 Wattstunde liefert ungefähr 0,86 kcal an Energie.

Aufgrund der gewonnenen Daten kann die Leistung des Heizkörpers ermittelt und in Relation zur gewünschten Wassertemperatur gesetzt werden.

Beispiel: Nehmen wir an das ein 40 m³ Poolbecken um +5 °C erwärmt werden soll.

Alles was man tun muss ist, die 40 m³ durch 0,86 kcal zu dividieren um herauszufinden wie viel kWh die Poolheizung aufbringen muss um das Poolwasser um 1 °C zu erwärmen.

40 m³ : 0,86 = 46,51 kWh (Heizleistung)

Du willst mehr ins Detail und eine genaue Erklärung wie der Wert zustande kommt? Kein Problem.

Um die 40.000 Liter Wasserinhalt um 1 °C zu erwärmen sind demnach 45.000 kcal an Energie notwendig. Wenn wir dann die 1 kcal in Wattstunden umrechnen (1kcal = 1,16279 Wh), dann müssen wir einfach das Beckenvolumen mit der Wattstunde multiplizieren: 40.000 kcal * 1,16279 Wh = 46,52 kWh.

Und wie viel kostet die Poolheizung im Endeffekt um das Poolwasser auf die gewünschten +5 °C zu erwärmen?

Multipliziere die ausgerechneten kWh mit dem gewünschten Temperaturanstieg und das ganze mit deinem Strompreis pro kWh.

Werfe einen Blick auf die abgebildete Tabelle für die möglichen Heizkosten im Monat – Die Werte beziehen sich auf ein 40 m³ Poolbecken das um 1 °C erwärmt werden soll.

Poolheizung Leistung Laufzeit Strompreis/kWh Kosten/+1 °C
Wärmepumpe 8 kW 5,8 Std. 17,7 Cent 8,23 Euro
Ölheizung 40 kW 1,16 Std. 10,1 Cent 4,70 Euro
Gasheizung 40 kW 1,16 Std. 7,1 Cent 3,30 Euro
Solaranlage 15 kW 3,1 Std. 7,23 Cent 3,36 Euro

Die Tabelle dient nur als Beispiel. Erkundige dich vorher bei deinem Stromanbieter wie hoch die Kosten pro kWh sind und setze die Werte entsprechend in die Rechnung ein.

Für die Berechnung der Heizkosten im Pool sind auch weitere Faktoren, wie die Außentemperatur und der Wärmeverlust mit in die Rechnung aufzunehmen. Deshalb können die angegebenen Laufzeiten in der Praxis abweichen.

Aber nach der Tabelle wäre die Entscheidung für eine Poolheizung leicht?

Fazit: Heizsysteme für den Pool

Eine Poolheizung ist praktisch und kann bei optimalem Einsatz die Badesaison im Garten verlängern.

Dazu muss ein System zum Pool passen und wirtschaftlich genutzt werden ohne die monatlichen Heizkosten in die Höhe zu treiben.

Aber neben den Kosten für die Poolheizung und der geologischen Lage des Poolbeckens muss ein weiterer Faktor beachtet werden und das sind die eigenen Badegewohnheiten.

Aus diesem Grund fällt die Wahl für ein geeignetes System in den persönlichen Bereich.

Zur Auswahl stehen aktive oder passive Poolheizungen die ihre Vor- und Nachteile haben:

Aktive Poolheizung Passive Poolheizung
Aktive Poolheizungen sind flexibel einsatzbereit. Passive Systeme sind u.a. abhängig von der Sonneneinstrahlung.
Die Aufwärmzeiten von aktiven Heizungen sind kürzer. Es kann lange dauern bis das Poolwasser erwärmt wird.
Funktionieren unabhängig von den Umweltbedingungen. Bei wenig Sonneneinstrahlung wird das Poolwasser kaum warm.
Der Energieaufwand und die Kosten sind hoch. Je nach System sind die Kosten deutlich geringer.
Teilweise aufwändige Installation an den Wasserkreislauf. Solarkollektoren lassen sich schnell installieren.

Ist genug Platz im Garten oder auf dem Hausdach für das gewünschte System vorhanden?

Wie erfolgt der Anschluss? Ist man in der Lage die neue Poolheizung selber an den Pool anzuschließen oder muss ein Fachmann her?

Eine einfache Luftwärmepumpe kann auch von Laien schnell an den Wasserkreislauf angeschlossen werden. Wesentlich schwieriger gestaltet sich der Anschluss eines Wärmetauschers in Kombination mit Sonnenkollektoren auf dem Dach.

Nachdem die Antworten zur Installation klar sind, stellt sich die Frage wie oft die Poolheizung genutzt wird.

Soll der Pool nur am Wochenende sporadisch geheizt werden, dann sind aktive Systeme die bessere Wahl. Hier entstehen aber erhöhte Kosten, wie der Poolheizung Test gezeigt hat.

Für eine laufende Erwärmung des Poolwassers empfehlen sich aufgrund der vergleichsweise geringen Energiekosten Solarsysteme und Wärmetauscher.

Objektiv betrachtet ist die Schwimmbadheizung mit Solarenergie die zukunftsweisende Methode und den anderen System vorzuziehen.

Aber befindet sich der Pool an einem günstigen Ort für eine Solarheizung um wirtschaftlich zu sein?

Die Nutzung der Sonnenenergie für die Erwärmung des Poolwassers hängt selbstverständlich von den einfallenden Sonnenstrahlen ab – Je näher der Pool am Äquator liegt, desto stärker fällt die Globalstrahlung aus.

Das sind viele Fragen, die wieder verdeutlichen das man nur aus der persönlichen Präferenz eine richtige Entscheidung treffen kann – Das notwendige Fachwissen wurde bereits im Artikel ausführlich vermittelt.

Eines ist klar: Die unwirtschaftlichste Methode einen Pool zu heizen ist die Erzeugung von Wärme mit Strom aus dem Kraftwerk.

Tipps und Tricks für das Erwärmen des Pools

Bei der Wahl einer geeigneten Poolheizung gibt es viele Faktoren zu beachten, die bereits zu genüge im Artikel geschildert wurden.

Was aber in Ratgebern vernachlässigt wird, ist die richtige Installation einer Poolheizung und mögliche Kosteneinsparungen durch einfache Tricks.

Wie die Schwimmbadheizung an den bestehenden Wasserkreislauf im Pool installiert werden sollte und wie man Kosten sparen kann, wird im nachfolgenden Kapitel erklärt.

Installation einer Poolheizung

Ein einfacher Sonnenkollektor kann auch von Laien schnell an den Wasserkreislauf angeschlossen werden.

Wesentlich schwieriger erfolgt der richtige Anschluss von Kollektoren auf dem Dach in Kombination mit einem Wärmetauscher.

Der Anschluss der Öl- und Gasheizung an den Wasserkreislauf des Pools sollte hingegen nur von einem Fachmann durchgeführt werden – Die dabei entstehenden Arbeitskosten werden gerne vor der Kaufentscheidung vernachlässigt.

Egal ob du dich für eine Solarheizung oder eine Wärmepumpe entscheidest, die Poolheizung sollte dabei immer an den bestehenden Wasserkreislauf angeschlossen werden.

Das ist ein einfacher Trick den viele sogenannte Fachleute nicht beherzigen, der aber wichtig ist um eine zweite Poolpumpe zu sparen und die Filtrationsleistung nicht zu beeinflussen.

Daneben ist auch die Platzierung der Poolheizung an einem geeigneten Punkt entscheidend. Idealerweise wird das bereits filtrierte Poolwasser zwischen dem Multiventil und der Rücklaufdüse erwärmt.

Tipp: Ein 3-Wege-Kugelventil und ein passendes Steuergerät kann die Effizienz einer Solarheizung steigern, indem der Absorberkreislauf einer Solarheizung automatisch geöffnet und geschlossen wird.

Spartipps beim erwärmen des Pools

Das Poolwasser zu erwärmen kann teuer werden, wenn man das falsche System installiert.

Aber unabhängig vom verwendeten System gibt es ein paar wenige Tricks, die bei der Nutzung der Heizenergie zu einer erheblichen Kosteneinsparung führen können.

  • Poolabdeckung verwenden: Bei allen Poolheizungen sollte immer eine Solarabdeckung verwendet werden um den Wärmeverlust zu minimieren. Das spart bis zu 50 % an Energie.
  • Standort des Pools: Der Standort des Schwimmbads ist eine einfache Methode um lange Aufheizzeiten und hohe Kosten zu verhindern. Deswegen sollte vor dem Bau des Pools der ideale Standort festgelegt werden.
  • Windschutz anlegen: Wenn du nicht gerade deinen Pool kühlen willst, dann ist ein Windschutz in Form einer Hecke oder einer Glasscheibe ideal um die Heizkosten um 50 % zu reduzieren.
  • Wassertemperatur messen: Eine regelmäßige Messung der Wassertemperatur hält das Poolwasser bei der Wunschtemperatur und verhindert unnötigen Energieaufwand.
  • Pool nicht überheizen: Warmes Wasser ist toll, aber überheize den Pool nicht und halte die Temperatur auf der untersten Wohlfühltemperatur – Zu warmes Wasser fördert den Algenwuchs.
  • Poolheizung abschalten: Wenn man den Pool länger nicht schwimmt, dann schaltet man die Heizung einfach ab.

Mit diesen Tipps sparst du Kosten beim erwärmen des Poolwassers und verringerst gleichzeitig die Aufheizzeiten.

In diesem Sinne – Frohes schwimmen!

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