Pool reinigen: Ultimative Poolpflege Anleitung für Anfänger

Poolpflege Anleitung

Die Poolpflege und der genaue Ablauf ist für kristallklares Poolwasser entscheidend. Mit einer ordentlichen Poolreinigung sparst du nicht nur Zeit, sondern auch Kosten und Nerven. Aber an welche Poolpflege Anleitung können sich Anfänger orientieren?

Der Pool muss täglich mit einem Kescher und einer Poolbürste gereinigt werden. Wöchentlich wird der Poolboden mit einem Poolsauger abgesaugt. Außerdem ist eine regelmäßige Kontrolle des pH-Wertes, der Säurekapazität und der Calciumhärte im Poolwasser unerlässlich.

Ich erkläre dir wie der Pool mit dieser Poolpflege Anleitung dauerhaft sauber bleibt und was man alles braucht, wenn man den Pool reinigen will.

Die 3 Säulen der Poolpflege

Das Fundament der Poolpflege basiert auf 3 einfachen aber wichtigen Säulen: Die Pooltechnik, die Wasserbalance mit Poolchemie und die manuelle Poolreinigung.

1. Die Pooltechnik

Die technische Ausrüstung ist beim Pool reinigen unverzichtbar.

Deswegen solltest du hier keine Kompromisse beim Kauf einer Poolpumpe eingehen.

Kaufe nur qualitativ hochwertige Technik für den Pool. Mit der Zeit wird sich die Investition – durch längere Laufzeiten und Kosteneinsparungen – im Betrieb bezahlt machen.

Beschädigte Bauteile sind sofort auszutauschen, da diese die Filterleistung beeinträchtigen.

Das Wasser im Pool muss zirkulieren damit es sauber bleibt.

Ein Becken, in dem eine leistungsstarke Poolpumpe täglich für mehrere Stunden läuft ist weniger anfällig für Pool Algen und hat keine Probleme mit trübem und milchigem Poolwasser.

Aber wie oft und wie lange sollte die Wasser Zirkulation im Pool laufen?

Idealerweise läuft die Poolpumpe 24 Stunden täglich – Unabhängig ob der Pool genutzt wird. Das ist aber aus wirtschaftlicher Sicht kostspielig und für viele Poolbesitzer eine Zumutung.

Sofern die Poolreinigung regelmäßig stattfindet, ist es ausreichend, dass die Poolpumpe und der Skimmer für mindestens 6 bis 8 Stunden am Tag durchläuft.

Um so lange Laufzeiten auszuhalten, muss die Poolpumpe qualitativ hochwertig sein. Ansonsten wirst du laufend Probleme mit der Pooltechnik und Eintrübungen im Poolwasser haben.

Aber eine hochwertige Poolpumpe ist nicht alles. Diese muss auch optimal für die Poolpflege eingesetzt werden – Wie das geht erkläre ich dir weiter unten im Text.

2. Die Wasserbalance mit Poolchemie optimieren

Zugegeben: Der Einsatz von Poolchemie kann für Anfänger kompliziert werden – Grund dafür sind schlechte Erklärungen im Internet oder in anderen Ratgebern.

Aber für eine ordentliche Poolpflege ist das Fachwissen in Bezug auf den Einsatz der Chemie im Pool unerlässlich.

Mit der Poolchemie beseitigt man Algen, Bakterien und Keime im Pool und verhindert – durch einen regelmäßigen Einsatz von Desinfektionsmitteln wie zum Beispiel durch Chlor – Eintrübungen im Poolwasser.

Aus diesem Grund findest du im Blog strukturierte und leicht verständliche Artikel wo du den richtigen Umgang mit Poolchemie lernen kannst.

Die drei wichtigsten Parameter im Pool sind:

  • Alkalinität: Die Alkalinität (Säurekapazität) beschreibt die Pufferkapazität des Wassers und steht in Wechselwirkung zum pH-Wert. Idealerweise liegt die Alkalinität im Pool zwischen 80 und 120 mg/l.
  • pH-Wert: Der pH-Wert ist ein Parameter, der beschreibt wie sauer, neutral oder basisch (alkalisch) das Wasser im Pool ist. Im Pool streben wir einen neutralen pH-Wert zwischen 7,2 bis 7,6 an.
  • Calciumhärte: Die Calciumhärte bestimmt wie hart und wie weich das Wasser im Pool ist. Eine Überschreitung führt zu trübem Poolwasser. Ein Wert zwischen 200 – 400 mg/l gilt als optimal.

Der Einsatz von chemischen Poolpflegemitteln setzt jedoch regelmäßige Kontrollen des Wassers voraus. Deswegen gehört ein geeigneter Wassertester in jedes Poolpflege Set.

Ich empfehle dir elektronische Messgeräte zu verwenden, da es hier zu keinen Messfehlern kommt.

Nachdem man die exakten Wasserwerte ermittelt hat, weiß man genau was dem Pool fehlt. Anschließend wird im Poolwasser die entsprechende Dosis an Poolchemie eingesetzt um die Wasserbalance zu korrigieren.

Tipp: Im Fachhandel ist eine breite Fülle an unterschiedlicher Poolchemie vorhanden. Teste verschiedene Mittel oder orientiere dich an meine Empfehlungen.

3. Die Manuelle Poolreinigung

Die Poolpflege kann zu einem großen Teil automatisiert werden, aber selbst die installierten Automaten müssen bedient und kontrolliert werden.

Deswegen ist die eigene Arbeitskraft als Poolbesitzer die dritte Säule der Poolpflege.

Als Poolbesitzer trägst du die Verantwortung alle Abläufe bei der Poolreinigung zu koordinieren. Du kontrollierst regelmäßig die Wasserwerte und überprüfst, ob Schäden am Pool vorhanden sind.

Kurz: Du bringst die Pooltechnik und die Poolchemie unter einen Hut und beseitigst – wo es notwendig ist – den Dreck aus dem Pool mit Poolsauger, Kescher und Bürste.

Mutternatur und Ihre Badegäste bringen unterschiedliche organische Verunreinigung in den Pool – Von Laub, Sand, Insekten, Sonnencremes, Schweiß usw. ist alles vorhanden.

Das sind alles Stoffe, die das Poolwasser trüben.

Aber nur du alleine trägst die Verantwortung, wenn das Poolwasser nicht im kristallklaren Zustand erstrahlt.

Damit das so bleibt, ist ein genauer Poolpflege Plan notwendig.

Wie mein Plan für die Poolpflege aussieht und wie oft man den Pool reinigen muss, zeige ich dir weiter unten in einer Schritt-für-Schritt Anleitung.

Pool reinigen: Ablauf einer professionellen Poolpflege

Dieser Ablauf bei der Poolpflege ist sowohl für Anfänger, als auch für erfahrene Poolbesitzer geeignet.

Zur Durchführung braucht man natürlich eine gewisse Poolpflege Ausrüstung.

Hier findest du eine Liste mit allen notwendigen Geräten, die für die Poolreinigung benötigt werden. Diese Geräte gehören in jedes Poolpflege Set – Über die Links gelangst du zum Shop von Amazon.

  • Teleskopstange für mehr Reichweite
  • Poolbürste und Schwamm gegen Ablagerungen
  • Poolkescher gegen treibenden Schmutz
  • Poolsauger samt Schlauch zum saugen
  • Wassertester (Streifen, Tabletten oder E-Tester)
  • Wassereimer zum auflösen der Poolchemie + eine kleine Schaufel
  • Extra: Weiche Unterlage, um die Knie zu schonen

Befolge meine Anweisungen und du wirst mit wenig Aufwand das Wasser im Schwimmbad dauerhaft sauber halten.

1. Wasserstand im Pool überprüfen

Überprüfe den aktuellen Wasserstand im Pool. Sollte der Wasserstand zu niedrig sein, beginne mit dem Nachfüllen des Wassers.

Dazu legt man einfach den Gartenschlauch bis zum Beckenrand aus und lässt das Wasser in den Pool laufen.

Vergiss aber nach der Reinigung des Pools nicht den Wasserhahn zu schließen – Du hörst das Wasser plätschern.

Mache dir über die Wasserwerte noch keine Gedanken. Die Korrektur erfolgt später.

2. Pool schrubben

Beim Pool reinigen ist deine volle Muskelkraft gefragt, denn man muss den Boden und Wände schrubben.

Nimm eine Poolbürste zur Hand, befestige diese an die Teleskopstange und schrubbe zunächst den Poolrand. Danach wird der Rest im Becken ordentlich gebürstet.

Vergiss nicht die Treppen im Pool zu reinigen.

Diese sollte man gründlich mit der Poolbürste schrubben, da es später mit dem Poolsauger schwierig werden kann bestimmte Winkel zu reinigen.

3. Groben Dreck entfernen

Normalerweise wird mit dem Skimmer der Großteil der Stoffe von der Wasseroberfläche herausgefiltert, aber es bleiben immer Reste übrig – Sei es Laub, Rindenmulch oder Insekten, die in den Pool gefallen sind.

Besonders nach der Reinigung des Schwimmbads mit der Bürste wirst du viel Dreck entlang der Wasserlinie vorfinden.

Wird der grobe Dreck nicht beseitigt, landet dieser nach einer gewissen Zeit auf dem Poolboden und bietet Bakterien eine Nahrungsgrundlage.

Um den groben Dreck aus dem Becken zu holen, muss man mit einem Kescher den Pool reinigen.

Nimm einen Poolkescher und entferne mit diesem so gut es geht jeglichen groben Schmutz von der Wasseroberfläche.

Am besten kescherst du den Pool 1x täglich – Vorzugsweise am Abend.

Wenn du mit dem Keschern fertig bist, wird das Sieb aus dem Skimmer entnommen und entleert. Danach geht es an die Reinigung des Pools mit dem Poolsauger.

Tipp: Kaufe am besten einen feinmaschigen Poolkescher mit dem du auch Insekten aus dem Pool entfernen kannst. Der Rahmen sollte stabilisiert sein, da Kescher leicht brechen.

4. Absaugen mit einem Poolsauger

Als nächstes wird das Schwimmbad mit einem Poolsauger abgesaugt.

Dazu wird der Poolsauger über einen Saugschlauch an das bestehende Filtersystem im Pool angeschlossen. Wie das genau geht, kannst du in meiner Anleitung nachlesen – Poolsauger anschließen.

Wichtig bei der Verwendung des Poolsaugers ist, dass die komplette Luft aus dem Schlauch entweicht. Dadurch wird ein Lufteintritt in das Poolsystem verhindert und man kann effizienter den Pool reinigen.

Gesaugt wird immer im manuellen Modus. Stelle deswegen zunächst den Betriebsschalter im Technikraum von Automatik auf Manuell.

Schließe zusätzlich den Bodenablauf (häufig das unterste Rohr). Dadurch wird der größte Sog auf den Skimmer gelenkt – Der Boden und Skimmer werden geschlossen, wenn du den Seitenanschluss beim Absaugen nutzt.

Achte zudem darauf das der Rücklauf im Pool bei der Verwendung des Poolsaugers immer offen bleibt – Der Rücklauf ist jenes Rohr das vom Multiventil weg zum Pool führt und kein Schauglas hat.

Das Multiventil (MV) an der Sandfilteranlage stellst du auf Filtration und schon kann das Absaugen des Pools beginnen.

Fahre mit dem Poolsauger von einer Ecke in Richtung Mitte des Beckens und sauge zunächst nur eine Seite des Pools ab. Danach wird die andere Seite des Pools nach dem gleichen Prinzip abgesaugt.

Tipp: Bei der Nutzung des Poolsaugers solltest du immer überlappend saugen. Das verhindert Streifen am Poolboden.

5. Reinigung des Filtersiebes

Nach dem Absaugen muss das Sieb im Pumpengehäuse gereinigt werden.

Vorher stellt man aber das Multiventil auf Geschlossen und schließen sämtliche Rohre – Skimmer, Bodenanschluss und den Rücklauf.

Danach kann man das Pumpengehäuse öffnen und das Filtersieb entfernen. Reinige das Sieb, indem du dieses mit klarem Wasser aus dem Gartenschlauch abspülst.

Das gereinigte Sieb wird wieder in das Pumpengehäuse eingesetzt und der Deckel geschlossen – Drehe die Verschraubung nur handfest zu damit es zu keinen Brüchen kommt.

Am Ende wird der Normalbetrieb eingestellt. Öffne dazu alle notwendigen Ventile und stelle das Multiventil erneut auf Filtration.

Jetzt kann die Poolpumpe wieder eingeschaltet werden.

Tipp: Achte beim Einsetzen des Siebes, das alle Dichtungen des Pumpengehäuses sauber sind und ordentlich in der Nut liegen. Ist bei der Sichtkontrolle kein Leck zu entdecken, wurde die Pumpe ordentlich geschlossen.

6. Rückspülen und Nachspülen der Filteranlage

Die Rückspülung der Filteranlage ist für die Reinigung des Pools wichtig, falls der Druck nach dem Einschalten der Pumpe zu hoch ist oder sogar im roten Bereich liegt.

Der Betriebsschalter der Poolpumpe wird auf Null und das Multiventil auf Spülen gestellt. Schalte danach die Pumpe an und warte so lange bis das Wasser im Schauglas klar wird.

Ist das Wasser im Schauglas klar? Gut!

Nun wird die Pumpe erneut ausgeschaltet und das Multiventil auf Nachspülen gestellt. Das Nachspülen muss so lange laufen bis das Wasser im Schauglas klar wird.

Du fragst dich vielleicht wieso jetzt noch eine Nachspülung der Sandfilteranlage notwendig ist?

Merke dir: Nach jeder Rückspülung muss die Anlage nachgespült werden. Es spielt keine Rolle aus welchem Grund eine Rückspülung eingeleitet wurde.

Das Nachspülen ist wichtig damit kein Schmutz über den Rücklauf in das Poolbecken landet.

Ist das Nachspülen erfolgreich verlaufen, wird die Pumpe erneut ausgeschaltet und wieder auf Filtern gestellt – Fertig.

Vergiss nicht den Betriebsschalter der Pumpe wieder auf Automatik zu stellen.

Tipp: Nachdem ein Flockungsmittel eingesetzt wurde, sollte man die Anlage für 7 bis 14 Tage nicht spülen. Ab einem Druck von 1,3 kg pro cm² muss aber die Pumpe gespült werden!

7. Geräte verstauen

Jetzt musst du nur noch die verwendeten Geräte demontieren und verstauen. Halte dich bitte an die aufgeführte Reihenfolge – Das ist wichtig!

  1. Trenne den Poolschlauch vom Filtersystem im Pool. So vermeidet man Luft in den Rohren.
  2. Jetzt kann der Poolsauger aus dem Becken geholt und zum trocknen ausgelegt werden.

Lager den Poolsauger an einem trockenen Ort und lasse diesen auf keinen Fall im Pool liegen.

8. Wasserwerte prüfen und optimieren

Am Ende der Poolreinigung müssen wichtige Parameter wie der pH-Wert im Poolwasser kontrolliert werden.

Dazu kannst du verschiedene Wassertester verwenden – Beim kolorimetrische Verfahren ist aber mit Abweichungen der Messergebnisse zu rechnen.

In der unten dargestellten Tabelle siehst du welche Parameter im Pool gemessen werden und welche Werte als optimal gelten.

Zudem erkennst du wie oft man die einzelnen Parameter im Pool messen muss – Bei steigender Nutzung des Pools werden die Werte häufiger gemessen.

Parameter Wert Häufigkeit des Wassertests
Chlor 0,3 – 1,5 mg/l 1-2/Woche
Broom 3,0 – 5,0 mg/l 1-2/Woche
Cyanuridsäure 30 – 50 mg/l 1/Monat
pH-Wert 7,2 – 7,6 1-2/Woche
Alkalinität 80 – 120 mg/l 1/Monat
Calcium 200 – 400 mg/l 1/Monat
TDS kleiner als 2000 mg/l nur bei Bedarf

Stellst du Abweichungen beim pH-Wert fest, dann müssen die Werte direkt nach der Poolreinigung korrigiert werden.

Im Blog findest du ausführliche Artikel die beschreiben, wie man jeden einzelnen Parameter im Swimming-Pool optimiert.

Tipp: Verwende zum Schluss ein Algizid zur Vorbeugung gegen Algen. Am besten nimmst du ein nicht-schäumendes Algizid.

Pool Reinigungsplan

Bei der Poolreinigung ist ein Plan der Schlüssel für sauberes Wasser. Durch die genauen Abläufe sparst du Zeit und kommst schneller in eine Routine, die deine Poolpflege erleichtert.

Wie sieht aber so eine Anleitung für die Poolpflege aus?

Tägliche Reinigungsarbeiten am Pool:

  1. Den groben Dreck wie Laub und Insekten aus dem Pool mit einem Kescher beseitigen.
  2. Den Skimmerkorb entnehmen und mit klarem Wasser reinigen.
  3. Führe eine Sichtprüfung in Bezug auf Algen im Pool durch.
  4. Fülle bei einem zu niedrigem Wasserspiegel etwas Wasser nach.
  5. Kontrolliere 1-2x pro Woche den pH-Wert im Pool und optimiere u.U. den pH-Wert.
  6. Überprüfe den Gehalt der Desinfektionsmittel und gebe u.U. eine Chlortablette hinzu.

Wöchentliche Poolpflege:

  1. Verwende eine Poolbürste, um den Poolboden, die Wände und die Treppen zu reinigen. Alternativ kann man einen Poolroboter für Boden und Wände einsetzen.
  2. Der Poolboden sollte mindestens 1-2x pro Woche mit einem Poolsauger gereinigt werden – Danach den Pumpenkorb reinigen!
  3. Reinige – falls erforderlich – die Wasserlinie mit einem einfachen Schwamm.
  4. Ich empfehle ein nicht-schäumendes Algizid in den Pool zu gießen.

Monatliche Poolpflege:

  1. Kontrolliere mit einem elektronischen Wassertester die Cyanursäure, die Alkalinität und die Calciumhärte.
  2. Reinige den Kartuschenfilter im Pool oder führe eine Rückspülung und danach eine Nachspülung durch.
  3. Ich empfehle im Pool ein Flockungsmittel anzuwenden – Unter dem Link erkläre ich dir wie das geht.

Jährliche Poolpflege:

  1. Überprüfe bei der Poolreinigung nach dem Winter das Becken und die Rohrsystem auf mögliche Schäden – Beseitige die Schäden vor dem Befüllen.
  2. Wechsel den Filtersand in der Sandfilteranlage – Spätestens aber alle 2 Jahre.
  3. Liegt der Wert der Cyanursäure im Pool über 50 mg/l, muss das Wasser zu 1/5 – zur Not auch mehr – getauscht werden.

Weitere Poolpflege Tipps

In diesem Kapitel findest du zusätzliche Tipps für die Poolpflege die Zeit, Probleme mit dem Poolwasser und zusätzliche Kosten einsparen.

Diese Tipps gehören nicht direkt zur Poolreinigung, sind aber für den Betrieb eines Pools wichtig und sollten von jedem Poolbesitzer beachtet werden.

Wasser im Pool nachfüllen

Die Poolpflege beinhaltet nicht nur die Reinigung des Beckens und den Einsatz von Poolchemie.

Aufgrund der natürlichen Verdunstung musst du als Poolbesitzer gelegentlich Wasser im Pool nachfüllen – Die Wasserhöhe sollte immer im oberen Drittel des Skimmers liegen.

Das Nachfüllen braucht seine Zeit und deswegen ist die Installation eines Bewässerungscomputers praktisch.

Bei diesen Geräten ist die Qualität entscheidend. Günstige und schlecht verarbeitete No-Name Timer neigen zu Fehlfunktionen und die Gefahr, dass der Pool überläuft ist hoch.

Investiere deshalb gleich in einen vernünftigen Bewässerungscomputer für den Garten.

Wassertausch im Pool

Das Poolwasser muss ab einem bestimmten Zeitpunkt getauscht werden.

Einige Experten empfehlen 1x jährlich das komplette Wasser auszutauschen – Vorzugsweise im Frühjahr. Es besteht aber noch die Möglichkeit nur 1/5 des Poolwassers auszutauschen.

Das ist immer davon abhängig welche chemischen Mittel man im Pool einsetzt.

Aus meiner Erfahrung muss das Poolwasser – trotz komplettem Wassertausch – irgendwann aufgrund zu hoher Cyanursäure Werte zum Teil getauscht werden.

Manche Poolbesitzer erledigen das über eine regelmäßige Spülung, aber diese ist nicht so effektiv wie der direkte Tausch vom Wasser. Dazu eignen sich am besten Tauchpumpen.

Vergiss nicht danach den pH-Wert im Pool zu testen und diesen u.U. erneut zu optimieren.

Gelegentliche Stoßchlorung

Die Stoßchlorung ist eine wunderbare Methode um eingetrübtes und schlecht riechendes Wasser im Pool zu reinigen.

Aber in der Praxis wenden viele Poolbesitzer die Stoßchlorung zu oft an, wo keine notwendig wäre.

Der gelegentliche Chlorschock verursacht nur zusätzliche Kosten in Bezug auf die Poolpflege.

Der Grund: Das eigentliche Problem wird nicht langfristig beseitigt und so führen Anfänger eine Stoßchlorung nach der anderen durch.

In meinem Artikel erkläre ich dir wann man auf eine Stoßchlorung im Pool verzichten kann und wann eine Stoßchlorung notwendig ist. Meine Schritt-für-Schritt Anleitung führt dich durch den Prozess – Folge dazu einfach dem Link.

Flockungsmittel anwenden

Die Flockungsmittel sind eine wunderbare Möglichkeit den Pool langfristig sauber zu halten – Wichtig ist dabei, dass der pH-Wert im Idealbereich zwischen 7,2 – 7,6 liegt.

Das Flockmittel im Pool bindet Kolloidale Stoffe, die für die Sandfilteranlage zu fein sind und ermöglicht eine bessere Filtration.

Durch die Anwendung werden viele kleine Schmutzstoffe aus dem Pool gefiltert, bevor diese zu Eintrübungen des Poolwassers führen und so zu einem großen Problem werden.

Fazit: Wer weniger den Pool reinigen will, der nutzt ein Flockmittel.

Mein Fachartikel über die Anwendung der Flockmittel im Pool zeigt dir welche Arten von Flockmittel sich für die Poolpflege am besten eignen und wie diese eingesetzt werden.

Praxistipps Garten Pool reinigen

Mich erreichen viele Anfragen von Lesern die allgemeine Fragen zum Pool Zubehör haben oder spezielle Ratschläge für die Poolpflege ersuchen.

Ich habe die besten Fragen zusammengefasst und in diesem Teil des Ratgebers beantwortet.

Falls du selber noch offene Fragen zur Poolpflege hast, dann zögere nicht mich unter @Wasserninja auf Twitter zu kontaktieren. Ich helfe dir gerne weiter.

Welches Pool Zubehör braucht man?

Es existieren viele verschiedene Geräte für die Poolpflege und um ehrlich zu sein, die meisten davon sind entweder von schlechter Qualität oder unnötig.

Meine Devise lautet: Die Poolpflege auf bewährte Geräte beschränkten und Schnickschnack vermeiden.

Folgende Poolausrüstung sollte bei dir im Set nicht fehlen:

  • Teleskopstange: Für die Führung des Kescher, Bürste und Poolsauger.
  • Poolkescher: Für groben Dreck an der Wasseroberfläche wie Laub und Insekten.
  • Poolbürste: Um hartnäckigen Dreck, Sand und Algen zu entfernen.
  • Poolsauger: Mit dem Poolsauger wird der gelöste Dreck aufgesaugt.
  • Wassertester: Für die regelmäßige Kontrolle des Poolwassers.
  • Desinfektionsmittel: Jegliche Poolchemie um Algen und Keime abzutöten.

Das sind im groben alle Geräte und Mittel, die für die Poolpflege notwendig sind – Diese sollten in keinem Pool Zubehör fehlen!

Den Poolfilter habe ich hier nicht explizit aufgelistet, da dieser in jedem Poolbecken vorhanden sein sollte und als selbstverständlich anzusehen ist.

Wie pflege ich einen Pool am besten?

Neben einem optimalen pH-Wert und der laufenden Filteranlage – die das Poolwasser in 6 – 8 Stunden 1x komplett umgewälzt haben sollte – ist für die Poolpflege die manuelle Reinigung mit einer Bürste und das Entfernen von Schmutz mit einem Kescher entscheidend.

Diese Poolpflege sollte mindestens 2x pro Woche – am besten aber täglich – stattfinden.

Wem das zu viel ist, der kann einen automatischen Poolroboter wie den Dolphin E20 einsetzen. Dieser übernimmt für dich einen Großteil der Poolpflege.

Aber Achtung: Nicht alle Poolroboter sind für Aufstellbecken wie etwa für einen Intex Pool geeignet. Im Poolroboter Test erfährst du welcher Poolroboter zu dir passt.

Wie halte ich Poolwasser klar?

Das Poolwasser wird auf verschiedene Weisen sauber gehalten und es reicht nicht aus, nur den pH-Wert zu kontrollieren.

Wichtig ist vor allem die tägliche Wasserzirkulation von mindestens 6 Stunden, der Einsatz von Desinfektionsmitteln wie Chlor, Biguanide etc. und die manuelle Poolreinigung mit Poolbürste und Kescher.

Für kristallklares Poolwasser empfehle ich zusätzlich ein Flockungsmittel regelmäßig in den Swimming-Pool zu gießen, um so feine Trübstoffe herauszufiltern.

Wie verwendet man Chlorgranulat?

Das Chlorgranulat ist im Fachhandel als stabilisiertes Chlor (Di-Chlor und Tri-Chlor) und als nicht-stabilisiertes Chlor erhältlich.

Ein bereits stabilisiertes Chlorgranulat verwendet man nur für die dauerhafte Desinfektion des Poolwassers. Dazu wird das Chlorgranulat mit einer kleinen Schaufel direkt in das Becken gestreut oder vorher im Wassereimer (Mischverhältnis 10:1) aufgelöst.

Das nicht-stabilisierte Chlorgranulat wird hingegen für die Stoßchlorung eingesetzt.

Auch hier kann man das Chlorgranulat vorher im Wassereimer auflösen und dann in den Pool gießen oder aber flächendeckend auf den Poolboden streuen und ein Chlorpolster aufbauen.

Im Artikel über die Pool Schockchlorung beschreibe ich weitere Methoden wie man das Chlorgranulat im Schwimmbad verwendet.

Wie wende ich Flockungsmittel an?

Flockungsmittel sind als Granulat, Tablette, Flockkissen oder als flüssiges Flockungsmittel erhältlich. Ein jedes wird und muss anders angewendet werden.

Wie das genau geht, beschreibe ich ausführlich im Blogartikel über Flockungsmittel – Verwende dazu die interne Suchfunktion.

Wichtig bei der Anwendung vom Flockungsmittel ist, dass du mit der Rückspülung für ungefähr 10 Tage wartest, da sonst die Wirkung nachlässt.

Wie verwende ich Algizid?

Algizide werden von vielen Anfänger falsch und zu häufig verwendet. Das führt dazu, dass das Poolwasser schäumt und der pH-Wert gestört wird.

Das Algizid sollte man nicht als ein Mittel gegen grünes Poolwasser sehen. Es ist viel mehr ein Verhütungsmittel, dass die Bildung von Algen hemmt.

Verwende deswegen das Algizid im bereits gereinigtem Swimming-Pool, um den Algenwuchs zu verlangsamen und nicht erst, wenn das Poolwasser grün geworden ist.

In diesem Sinne wünsche ich eine erfolgreiche Badesaison!

Für weitere interessante Artikel rund um die Poolreinigung und Whirlpool Pflege empfehle ich meinen Blog und die Suchfunktion.

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Hi! Ich bin der Wasserninja. Ich habe im Bereich Wasser mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik und Naturwissenschaft studiert und schreibe in diesem Blog über die Wasseraufbereitung im Pool. Mit meinen praktischen Tipps lernst du, wie man Probleme im Pool und im Whirlpool schnell beseitigen kann.

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