Poolwasser testen: Richtige Messverfahren und Parameter

Das richtige Messverfahren und die präzise Bestimmung der Parameter im Poolwasser ist wichtig um Störungen der Wasserbalance ausfindig zu machen und diese mit geeigneten Mitteln zu beseitigen. Aber wie wird das Poolwasser richtig gemessen und wie oft sollte das stattfinden?

Die Wasserwerte im Pool können mit kalorimetrischen, titrimetrischen, photometrischen oder mit elektrometrischen Wassertestern ermittelt werden. Für Laien reicht oft das kalorimetrische Messverfahren aus um das Poolwasser zu testen, wobei aber immer mit Messfehlern zu rechnen ist.

In diesem Artikel lernst du alle gängigen Messverfahren zur Konzentrationsbestimmung der Werte im Pool kennen, wie du als Laie am einfachsten das Poolwasser testen kannst und wie du ein Ungleichgewicht im Pool verhinderst.

Warum ist eine Kontrolle des Poolwassers wichtig?

Das Poolwasser muss sauber sein und dazu ist ein regelmäßiger Wassertest im Pool notwendig.

Bereits leichte Abweichungen der Parameter führen zu einem Ungleichgewicht der Wasserbalance. Die Auswirkungen zeigen sich in Form von verschiedenen Problemen mit dem Poolwasser bis hin zu schwerwiegenden Beschädigungen des Beckens.

Aber warum ist eine regelmäßige Kontrolle des Poolwassers wichtig?

  • Die Wasserqualität im Pool: Für kristallklares Poolwasser ist die Einhaltung bestimmter Grenzwerte entscheidend und um diese einhalten zu können, sind kontinuierliche Wassertests notwendig. Eine Abweichung vom Idealwert im Pool führt zu Eintrübungen der Wasserqualität, Schaumbildung, Flecken auf der Folie oder zum Fettfilm/Fettrand.
  • Gesundheitliche Risiken: Die Einhaltung der Grenzwerte beim Einsatz der Desinfektionsmittel ist nicht nur für die Wasserqualität wichtig, sondern auch um gesundheitliche Risiken für Badende zu minimieren. – Eine Überschreitung der vorgegebenen Grenzwerte für Chlor und andere Desinfektionsmittel kann zu allergischen Reaktionen und sogar zu Krebs führen.
  • Schäden am Poolbecken: Beim missachten der Idealwerte für die Wasseraufbereitung im Poolbecken entstehen – neben den Eintrübungen des Wassers und dem Gesundheitsrisiko – Schäden am Poolbecken und an der teuren Poolausrüstung. Kalkausfällungen an den Wänden und in der Sandfilteranlage, Rostbildung an Leitern, herausgerissene Fugen, Poolflecken und vieles mehr sind nur ein paar der möglichen Beschädigungen.
  • Extra Kosten vermeiden: Die durch eine vernachlässigte Kontrolle des Poolwasser entstandenen Schäden am Schwimmbad und an der Ausrüstung müssen behoben werden. Das kostet natürlich alles Zeit und Geld. Ein weiterer Kostenfaktor der neben den unregelmäßigen Wassertests einhergeht, ist ein falsches Messverfahren. Verfälschte Testergebnisse führen zu einem übermäßigen Einsatz von Poolchemie und folglich zu erhöhten Kosten für die Poolpflege.

Hoffentlich siehst du nun, warum es wichtig ist regelmäßig das Poolwasser zu testen und u.U. zu optimieren – Mit einem elektronischen Wassertester geht das einfach und die Ergebnisse sind zuverlässig.

Die Vorteile und Kosteneinsparungen die durch eine laufende Kontrolle und Optimierung des Wassers im Pool entstehen, überwiegend die Kosten für einen bewährten Wassertester.

Aber wie wird das Poolwasser richtig getestet um falsche Messergebnisse zu verhindern und wie oft sollte das stattfinden? Lese dazu weiter im Text.

Wie oft die Wasserqualität im Pool prüfen?

Als frisch gebackener Poolbesitzer erscheint die Poolpflege kompliziert und zeitintensiv.

Es beginnt schon bei der Frage wie oft das Poolwasser getestet werden muss damit der Pool sauber bleibt.

Das ist keine unwichtige Frage, wenn man bedenkt das bei einer Abweichung vom Idealwert – binnen eines Tages oder sogar in wenigen Stunden – das Poolwasser grün werden kann. Die Folgen sind zusätzlichen Reinigungsarbeiten und extra Kosten für chemische Poolreiniger.

Dabei kann die Poolreinigung und die damit verbundene Kontrolle der Wasserwerte so einfach sein.

Als Grundregel kannst du dir merken: Das Poolwasser wird generell nach jeder ausgiebigen Poolreinigung getestet und u.U. durch die Anwendung von Poolchemie optimiert.

Keine Sorge. Du musst nicht alle Werte im Pool testen, wenn du das Becken nur kurz geschrubbt hast.

Alle Parameter erfüllen einen anderen Sinn und Zweck im Pool und schwanken unterschiedlich. Manche Wasserwerte müssen häufiger und andere wiederum seltener kontrolliert werden.

Hier findest du eine grobe Übersicht wann und wie oft du das Poolwasser testen musst.

Parameter Wert Wassertest
Chlor 0,3 – 1,5 mg/l Täglich
Broom 3,0 – 5,0 mg/l Täglich
Aktivsauerstoff Herstellerangaben Nach der Anwendung
pH-Wert 7,2 – 7,6 Täglich
Algizid Herstellerangaben Wöchentlich
Flockmittel Herstellerangaben alle 2 Wochen
Alkalinität 80 – 120 mg/l 1x/Monat
Calcium 200 – 400 mg/l 1x/Monat
Cyanuridsäure 30 – 50 mg/l 1x/Monat
TDS unter 2000 mg/l nur bei Bedarf

Bedenke, dass die angegebene Häufigkeit der Messung des Poolwassers je nach äußeren Umständen abweichen kann und im Sommer häufiger stattfinden muss.

Angenommen der pH-Wert wird morgens im Pool gemessen und am Nachmittag regnet es stark, wodurch der saure Regen den pH-Wert unter 7 senkt. Warte in diesem Fall nicht lange, um den pH-Wert erneut zu messen und u.U. mit einem pH-Plus anzuheben.

Weiterhin spielen die Badegewohnheiten eine Rolle wie stark die einzelnen Parameter beeinflusst werden und wie oft man die Werte messen muss damit das Poolwasser sauber bleibt – Bei einzelnen Parametern ist dann eine halbtägliche Messung notwendig.

Auch die Wassertemperatur und der Einsatz von Stabilisatoren hat einen Einfluss auf die unterschiedlichen Parameter und folglich auf die Wasserqualität im Pool.

Die Kontrolle von bestimmten Parametern muss dann entsprechend – ohne zu übertreiben – erhöht werden.

Weiter unten im Text findest du mehr Informationen und eine ausführliche Erklärung der einzelnen Parameter.

Wie kann man die Konzentrationen im Poolwasser testen?

Die Konzentration der Parameter im Pool können mit unterschiedlichen Messverfahren getestet werden.

Poolbesitzer haben die Wahl zwischen folgenden Verfahren um das Poolwasser zu messen:

  • Kalorimetrisch: Das Poolwasser wird mit Teststreifen oder mithilfe eines Indikators (flüssig oder in Form von Tabletten) in Küvetten gemessen. Anhand der Farbskala wird das Ergebnis abgelesen.
  • Titrimetrisch: Erst wird eine Lösung des Wassers als Reaktionsflüssigkeit hergestellt, um dann ein flüssiges Mittel einzusetzen – Durch die Anzahl der eingesetzten Tropfen wird das Ergebnis bestimmt.
  • Photometrisch: Beim photometrischen Wassertest ist ein Messgerät notwendig der eine zuvor gefärbte Wasserprobe durchleuchtet. Das Messgerät ermittelt anschließend die Konzentrationsunterschiede und gibt die Werte an – Mit diesem Verfahren ist nahezu jeder Parameter im Schwimmbad messbar.
  • Elektrometrisch: Ein genaues Messinstrument ist das elektrometrische Messgeräte, das mit Sonden arbeitet. Die Bedienung ist einfach und Testergebnisse sind zuverlässig, aber die Geräte sind teuer.

In der Praxis unterscheiden sich die Ergebnisse bei den einzelnen Messverfahren gravierend.

Das ist nicht ganz unwichtig, da ein falsches Messergebnis zu einem erhöhten Chemieeinsatz und zu extra Kosten für die Poolreinigung führt – Die genauen Folgen von falschen Messverfahren hast du bereits zu Beginn des Artikels gelesen.

Nur mit dem richtigen Messverfahren sind brauchbare Ergebnisse der einzelnen Parameter beim messen des Poolwassers zu erwarten.

Aber welcher Wassertester ist für Laien in privaten Bädern der beste?

Die genauen Unterschiede der Wassertester und wie man damit das Poolwasser messen sollte, findest du in den nachfolgenden Unterkapiteln.

Tipp: Du solltest wissen, dass die Konzentrationen im Schwimmbad in ppm (parts per million) gemessen werden und das 1 ppm = 1 mg/l entspricht. Lass dich nicht davon verwirren, wenn bei einem Wassertester die Farbskala in ppm und bei der anderen in mg/l angegeben ist.

Günstige Teststreifen

Teststreifen gehören zu den gängigsten Methoden für die Auswertung der Wasserwerte im Pool.

Das liegt daran, dass die Teststreifen im Vergleich zu anderen Messverfahren relativ günstig sind und für Laien mit einem kleinen Poolbecken ausreichen.

Aber wie genau werden die Teststreifen im Pool angewendet und danach ausgewertet?

Auf dem Teststreifen sind einzelne Skalen, die mit einer bestimmten Chemikalie unterschiedlich konzentriert sind. Wird ein Streifen ins Poolwasser getunkt, dann ändert sich die Farbe und der Teststreifen kann anhand der mitgelieferten Farbskala (meistens auf der Verpackung) ausgewertet werden.

Du kannst mit dem Teststreifen die gängigsten Parameter wie den pH-Wert, die Alkalinität oder den Chlorgehalt bestimmen – Das hängt immer davon ab welche Teststreifen du kaufst.

Bei der Anwendung ist aber immer mit falschen Ergebnissen zu rechnen, da die Auswertung der Teststreifen nicht gerade zu den genauesten gehört.

Das ist wichtig zu wissen, denn falsche Ergebnisse führen zu einer Überlastung des Poolbeckens mit Desinfektionsmitteln oder zu Eintrübungen, weil die Parameter nicht aufeinander abgestimmt werden können.

Weiterhin können die Messergebnisse stark je nach Hersteller abweichen. Vermeide am besten günstige Produkte von unbekannten Anbietern.

Was viele noch vergessen ist, dass die Auswertung mit den Teststreifen eingeschränkt ist.

Der pH-Wert geht auf der Farbskala von Teststreifen meistens nur bis 8,4. In der Praxis reicht das aber oft nicht aus, da der pH-Wert im Pool bis 14 hochgehen kann. Wie soll man dann eine exakte Dosierung des pH-Minus vornehmen?

Hier hilft nur ausprobieren und vorsichtig mit der Chemie herantasten.

Tipp: Die Teststreifen reichen für eine einfache Kontrolle von privaten Schwimmbädern aus. Bei Eintrübungen und anderen Problemen im Pool solltest du aber andere Messverfahren anwenden.

Flüssiges Testkit

Flüssige Wassertester gehören zu den kalorimetrischen Messverfahren und sind im Vergleich zu den Teststreifen etwas genauer.

Mit flüssigen Testkits können neben dem pH-Wert und Chlor sogar Bakterien im Poolwasser gemessen werden – Das hängt aber immer davon ab welches flüssige Testkit du verwendest.

Die Anwendung ist einfach: Mit den mitgelieferten Küvetten wird etwas vom Poolwasser geschöpft und der flüssige Indikator hinzugetropft.

Das Wasser reagiert mit dem Indikator und verfärbt sich. Anschließend wird das verfärbte Wasser mit der mitgelieferten Skala – meistens ist die Skala direkt auf der Küvette aufgedruckt – abgeglichen und so der Wasserwert im Pool bestimmt.

Wichtig ist, dass du die Küvette vor einer weißen Wand im Schatten abließt um fehlerhafte Auswertungen zu vermeiden. Alternativ kannst du das oft mitgelieferte weiße Kärtchen dahinter halten oder ein einfaches weißes Blatt verwenden.

Testtabletten in Küvetten

Die Wassertests mit den Rapid Testtabletten funktionieren gleiche wie die flüssigen Wassertester, nur das hier anstelle von Tropfen eine Tablette verwendet wird.

Nachdem etwas vom Poolwasser in den kleinen Behälter mit der Farbskala entnommen wurde, wird eine der Testtabletten eingelegt. Anschließend muss der Behälter abgedeckt und geschüttelt werden damit sich der Indikator auflöst und das Wasser färbt.

Für die Auswertung wird das verfärbte Wasser mit der aufgedruckten Farbskala abgeglichen.

Wie immer gilt: Die Anleitung des Herstellers lesen und vorrangig beachten!

Mit diesem Messverfahren lassen sich wichtige Parameter wie der pH-Wert, der Aktivsauerstoff oder das Chlor im Becken bestimmen – Meistens reicht dieses Messverfahren für Laien aus.

Praktisch ist zudem, dass die Rapid Testtabletten im Fachhandel separat erhältlich sind und Kosten gespart werden können.

Solche Tabletten werden aber nicht nur in Küvetten als Indikator verwendet um den Wasserwert zu bestimmen. In Kombination mit einem elektronischen Wassertester sind weitaus präzisere Ergebnisse möglich.

Elektronische Wassertester

Ein elektronischer Wassertester ist – von allen bereits genannten Messverfahren – die beste Methode, mit der man das Poolwasser testen kann.

Die Bedienung von digitalen Pooltestern ist nach einer kurzen Einarbeitung relativ einfach und die Messergebnisse sind zuverlässig. Außerdem lassen sich damit die meisten Wasserwerte im Pool bestimmen.

Normale Teststreifen oder flüssige Testkits können mit den E-Messgeräten nicht mithalten.

Leider sind diese Geräte nicht gerade günstig, aber die Zeitersparnis für die Fehlersuche bei der Wasseraufbereitung ist immens groß. Das spart Stress und reduziert den Einsatz von Poolchemie.

Von einem Messgerät Testsieger für den Pool kann man nicht sprechen, aber das hier abgebildete Gerät wäre für jeden Poolbesitzer eine Bereicherung für die Poolpflege.

Wenn du einen zuverlässigen Wassertester suchst, mit dem du exakt die Werte im Pool bestimmen und anhand dieser die Chemie penibel dosieren kannst, dann ist ein elektronischer Pooltester empfehlenswert.

Tipp: Einfache digitale pH-Tester können nur den pH-Wert bestimmen, kosten aber fast die Hälfte von einem universellen Messgerät. Bei häufigen Problemen mit der Qualität des Poolwasser wäre der Kauf eines multifunktionalen Wassertesters eine Überlegung wert.

Poolwasser professionell testen lassen

Die letzte Möglichkeit wie man das Poolwasser testen kann ist, eine Wasserprobe an ein Labor einzuschicken.

Gerade das Einschicken der Wasserprobe aus einem Brunnen oder einer anderen Wasserquelle kann vor dem befüllen des Poolbeckens sinnvoll sein. Die Laborwerte geben Aufschluss ob das Wasser bedenkenlos verwendbar ist.

Achte aber darauf an wen du die Wasserprobe einschickst.

Aus der Praxis ist mir bekannt, dass viele Zwischenanbieter als Vermittler zwischen dem Labor und dir als Verbraucher fungieren. Das resultiert in hohen Kosten und kann zwischen 100 und 200 Euro kosten.

Ideal wäre es natürlich, wenn du die Wasserprobe direkt an ein Labor versenden kannst.

Alternativ kann man auch beim örtlichen Fachgeschäft vorbeischauen und dort das Poolwasser testen lassen. Fraglich ist nur, ob man solche Läden in kleinen Ortschaften findet und wie dort gemessen wird?

In der Regel ist das einschicken der Wasserprobe an ein Labor für private Poolbesitzer unnötig.

Mit den oben genannten Messverfahren bist du in der Lage selber die Parameter im Poolwasser zu bestimmen und u.U. zu optimieren.

Wichtige Grundparameter für das Poolwasser

Du kennst nun die geläufigsten Methoden wie man das Wasser im Pool testen kann. Außerdem hast du gelernt, wie oft die Kontrolle des Pools stattfinden muss.

Jedoch nützt das beste Messverfahren nichts, wenn dir unklar ist welche Parameter bei der Wasseraufbereitung besonders wichtig sind.

Zudem musst du lernen welche Faktoren einen Einfluss auf die Parameter haben und wann eine penible Kontrolle des Poolwassers Sinn ergibt.

Eine Schnellübersicht der wichtigsten Wasserwerte im Pool findest du weiter oben in Form einer Tabelle. Im nachfolgenden Text folgt eine genaue Erklärung der wichtigsten Parameter für Schwimmbäder.

Tipp: Willst du meinen kompletten Poolpflege Plan sehen, dann rufe den Artikel auf indem du auf den Link klickst.

Säurekapazität (Alkalinität/TA-Wert)

Die Säurekapazität (auch als Alkalinität oder Säurebindungsvermögen bezeichnet) steht in Wechselwirkung zum pH-Wert und ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Wasseraufbereitung.

Liegt die Säurekapazität nicht zwischen 80 und 150 ppm, dann schwankt der pH-Wert entsprechend stark. Ein einfacher Regenschauen reicht schon aus und der Pool kippt (wird grün).

Aber auch andere Probleme mit dem Poolwasser wie Schaumbildung und Kalkfällung entstehen bei einer Abweichung vom Idealwert – In den USA wird ein Wert zwischen 100 und 150 mg/l empfohlen.

Deswegen muss die Säurekapazität neben dem pH-Wert in regelmäßigen Abständen gemessen und u.U. optimiert werden – Mindestens 1x im Monat sollte die Alkalinität im Pool gemessen werden.

Eine Messung der Säurekapazität kann mit Teststreifen vorgenommen werden, aber es ist mit Messfehlern zu rechnen. Die bessere Variante ist das Messverfahren mit einem digitalen Messgerät.

Und wie wird die Säurekapazität im Pool richtig korrigiert, falls diese vom Idealwert abweicht?

Im Fachhandel findest du entsprechende Mittel die als Pulver angeboten werden. Damit lässt sich der Säurewert im Pool senken oder anheben.

Lese dir am besten im Blog den ausführlichen Artikel über die Säurekapazität durch und lerne wie man die Alkalinität im Pool senken und erhöhen kann – Klicke dazu oben auf den Link.

Tipp: Bevor du anfängst den pH-Wert im Pool zu optimieren, solltest du immer als erstes die Säurekapazität messen und diese vorher korrigieren um Schwankungen zu vermeiden.

pH-Wert (potentia Hydrogenii)

Neben der Säurekapazität ist der pH-Wert einer der wichtigsten Parameter auf den du achten solltest.

Den Pool ohne einen optimalen pH-Wert zu betreiben ist unmöglich und würde zu verschiedenen Problemen bei der Wasserbalance führen – Für die meisten Schwimmbäder liegt der Idealwert zwischen 7,2 und 7,6.

Eine Abweichung vom Idealwert nach unten führt zu saurem Poolwasser und bei einer Abweichung nach oben spricht man von alkalischem Wasser. Beides ist zu vermeiden.

Die genauen Auswirkungen vom pH-Wert im Pool kannst du im Fachartikel nachlesen.

Wichtig ist für dich zu wissen, dass der pH-Wert täglich schwankt und deswegen auch täglich gemessen werden sollte. Einfache Teststreifen reichen für Laien meistens aus, aber bei Problemen mit dem Poolwasser wäre ein digitaler Wassertester die bessere Wahl.

Tipp: Der pH-Wert steigt auf eine natürliche Weise im Pool an. Deswegen wirst du häufiger ein pH-Minus für die Korrektur benötigen als das pH-Plus.

Calciumhärte (Wasserhärte im Pool)

Oft wird die Messung der Calciumhärte (auch als Wasserhärte bezeichnet) von Laien vernachlässigt und man wundert sich später warum Kalk an den Wänden im Pool entsteht und der Filtersand verhärtet.

Das ist irgendwo verständlich, denn früher war eine Messung in privaten Poolbecken nicht möglich und viele sind nicht auf dem neuesten Stand der Technik – In unserer Zeit kann die Wasserhärte mit Teststreifen abgelesen werden.

Eine Messung wird mindestens 1x im Monat vorgenommen und idealerweise liegt die Calciumhärte in deinem Becken zwischen 200 – 400 mg/l. Ein Wert in der Mitte bei 300 mg/l gilt als optimal.

Mittlerweile ist neben der Messung mit Teststreifen auch eine Optimierung der Wasserhärte im Pool nach oben und nach unten mit einem Pulver möglich.

Alle weiteren Informationen über die Wasserhärte findest du wie immer im verlinkten Blogbeitrag.

Tipp: Brunnenwasser ist besonders kalkhaltig. Befüllst du deinen Pool mit Brunnenwasser, dann musst du unbedingt die Calciumhärte senken.

Idealwerte für Desinfektionsmittel im Schwimmbad

Der pH-Wert, die totale Alkalinität und die Calciumhärte des Wassers sind nur ein paar der Parameter auf die man als Poolbetreiber achten sollte.

Daneben ist auch der Einsatz von Desinfektionsmitteln und deren Kontrolle mit Wassertestern wichtig.

Nun gibt es aber eine breite Fülle an unterschiedlichen Desinfektionsmitteln für das Poolwasser mit dem Eintrübungen verhindert werden und bei jedem liegt der Idealwert auf einem anderen Niveau.

Da verliert man als Laie schnell den Überblick und es kommt zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Eines sollte dir bewusst sein: Die Poolchemie kann für Mensch und die Umwelt gefährlich sein.

Deswegen ist ein fachgerechter Umgang und eine regelmäßige Kontrolle des Poolwassers notwendig. Aber wo liegen die Idealwerte der gängigsten Desinfektionsmittel und wie kann man Messfehler vermeiden?

Wie hoch soll der Chlorgehalt im Pool sein?

Das Chlor ist das am häufigsten verwendete Desinfektionsmittel bei der Wasseraufbereitung in privaten Bädern. Mit seiner hohen Oxidationskraft werden Keime abgetötet und das Wasser sauber gehalten.

Verwirrend ist für viele Neueinsteiger in die Poolwelt, dass man zwischen folgendem Chlorgehalt unterscheidet.

  • Freies Chlor: Das tatsächlich vorhandene Chlor, mit dem das Poolwasser desinfiziert wird.
  • Gebundenes Chlor: Das sind Chlor-Stickstoffverbindungen, die aufgrund einer Reaktion mit Ammoniumverbindungen entstanden sind.

Aus der Summe des freien Chlores und des gebundenen Chlores wird der Gesamtchlorgehalt im Pool bestimmt.

Du brauchst also für die Desinfektion des Schwimmbades freies Chlor – Das gebundene Chlor wirkt noch desinfizierend, aber wesentlich schwächer als das freie Chlor.

Wie oft muss man den Chlorgehalt im Pool messen und wie hoch sollen die Werte für das Chlor sein?

Parameter Freibad Hallenbad Wassertest
Freies Chlor 0,8 mg/l 0,4 mg/l Täglich
Gebundenes Chlor 0,2 mg/l 0,2 mg/l Täglich

Mit einem einfachen Teststreifen kannst du die Werte für das freie und gesamte Chlor im Pool messen.

Häufig zeigen normale Teststreifen nur das freie und gesamte Chlor an und die Messergebnisse sind natürlich nicht so genau wie mit einem elektronische Tester.

Verlasse dich bei der Messung und Dosierung von Chlor immer auf den objektiven Wert (gemessen mit Wassertestern) und nicht auf die subjektive Einschätzung.

Wenn du mehr über die Dosierung von Chlor im Pool lernen willst, dann findest du unter dem Link einen ausführlichen Artikel zum Thema.

Wie kann man den Aktivsauerstoff im Pool messen und dosieren?

Aktivsauerstoff ist ein alternatives Desinfektionsmittel zum Chlor im Pool und hat in den vergangenen Jahren – aufgrund seiner hohen Wirksamkeit – viel an Beliebtheit dazu gewonnen.

Das Wasserstoffperoxid ist schonend zu den Badenden da keine Nebenprodukte wie beim Chlor entstehen und es bietet sich vor allem für die Anwendung im Whirlpool an.

Aber auch hier ist eine kontinuierliche Kontrolle der Wasserwerte notwendig.

Gerade im Hochsommer steigt der Verbrauch und die üblich angewendete Dosis von 2,5 Liter je 50 m³ muss erhöht werden – Die Angaben beziehen sich pro Woche.

Und wie kann man das Poolwasser auf Oxygen (O2) testen und dosieren?

Damit es an besonders heißen Sommertagen zu keinen Eintrübungen durch Algen kommt, wird der Gehalt vom vorhandenen Aktivsauerstoff im Pool mit Teststreifen oder einem flüssigen Testkit getestet und u.U. optimiert.

Fester Aktivsauerstoff kann eigentlich nicht überdosiert werden und deswegen erfolgt eine wöchentliche Dosierangabe der Hersteller.

Wenn du Aktivsauerstoff für die Desinfektion anwendest, dann halte dich einfach immer an die Angaben des Herstellers, da die Oxidationskraft unterschiedlich ausfallen kann.

Tipp: Der Wert vom Aktivsauerstoff kann nur 1 bis 2 Stunden nach der Anwendung ermittelt werden. Wird am nächsten Tag bei der Messung kein Wert angezeigt, dann musst du dir keine Sorgen machen – Ein Aktivsauerstoff Wert bis 8 mg/l gilt nach den Aussagen von Chemieexperten als unproblematisch. Quelle.

Broom im Pool messen

Broom wird im deutschsprachigen Raum selten benutzt da es im Vergleich zum Aktivsauerstoff und Chlor eine schwache Wirkung im Poolwasser hat.

Für die Vollständigkeit des Artikels wird kurz erwähnt wie der Broomgehalt im Pool zu testen ist.

Der Broomgehalt wird am besten mit OTO-Tropfen gemessen. Das abgelesene Ergebnis muss dann mit 2,25 multipliziert werden um auf den tatsächlichen Wert zu kommen.

Tipp: Ein erhöhter Wert beim Broomgehalt kann durch die Hinzugabe eines Neutralisators gesenkt werden.

Du bist nun bestens vorbereitet um einen Wassertest im Pool durchzuführen und Probleme mit dem Poolwasser ausfindig zu machen.

Der nächste Schritt ist, die richtige Reihenfolge zur Behebung der Probleme im Pool einzuhalten.

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