Richtige Poolpflege: 13 Tipps die helfen Fehler zu vermeiden

Die richtige Poolpflege will gelernt sein und bereits kleine Fehler wirken sich negativ auf die Wasserqualität aus. Aber welche Fehler sollte man im Pool vermeiden und welche Poolpflege Tipps funktionieren tatsächlich?

Bei der Poolpflege ist es wichtig, dass die Filteranlage täglich 6 Stunden läuft, dass das Poolwasser regelmäßig getestet wird und Desinfektionsmittel eingesetzt werden. Man sollte daneben Baderegeln aufstellen wie z.B. das duschen vor der Nutzung des Pools und das Baden in Straßenkleidung verbieten.

Es ist erschreckend wie viel Halbwissen in Foren und auf anderen Internetseiten in Bezug zur Poolreinigung verbreitet wird. Deswegen findest du hier die häufigsten Fehler, die man bei der Poolpflege nicht machen sollte.

1. Der Pool wird nicht regelmäßig geschrubbt

Vielen Anfängern wird oft erzählt, dass eine verlängerte Filterlaufzeit und ein extra Schuss an Poolchemie die einzige Lösung bei Eintrübungen des Poolwassers sind. Das verursacht aber nur zusätzliche Kosten und schadet der Umwelt.

Nicht selten steckt hinter der Aussage ein Verkäufer der seine Poolmittel an den Mann bringen will.

Aufgrund der Aussage vernachlässigen viele Laien eine manuelle Reinigung des Pools und es setzen sich verschiedene Ablagerungen wie Algen oder Keime ab, die mit einer normalen Filtration nicht beseitigt werden können.

Die Ablagerungen führen dann früher oder später zu trüben und milchigem Wasser.

Die Lösung: Das Poolbecken muss in regelmäßigen Abständen manuell gereinigt werden und dazu gehört das Schrubben der Oberflächen mit einer Bürste – Ein wöchentlicher Einsatz ist das Minimum.

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Die richtige Poolpflege ist meistens die einfachste und nicht immer muss Chemie eingesetzt werden.

In den meisten Fällen ist eine Poolbürste – neben einem ausgewogenen Einsatz von Desinfektionsmitteln – ausreichend, um Ablagerungen zu entfernen und trübes Poolwasser langfristig zu verhindern.

Achte darauf, dass du alle Ecken, die Wände und die Treppen mit der Bürste gründlich schrubbst. Auch Poolleitern sollten kurz mit der Bürste gereinigt werden.

Aber das ist nicht alles. Eine entsprechend lange Filterlaufzeit wird natürlich vorausgesetzt – Lerne dazu mehr im nächsten Kapitel.

2. Filteranlage läuft täglich unter 6 Stunden

Laien versuchen bei der Poolpflege Strom zu sparen und lassen deswegen die Filteranlage am Tag unter 6 Stunden laufen.

Hier wird aber an der falschen Stelle gespart und das Resultat ist in den meisten Fällen ein grüner Pool.

Weiterhin übersteigen die späteren Kosten – für Chemikalien und Laufzeiten – bei weitem die erzielten Einsparungen.

Deswegen sollte die Filteranlage im Pool täglich 6 bis 8 Stunden durchlaufen. Bei einer erhöhten Nutzung des Beckens werden die Laufzeiten entsprechend nach oben angepasst.

Eine verkürzte Laufzeit der Filter kann sinnvoll sein, aber bitte nicht zur Hochsaison bei über 30 °C.

Die hohen Temperaturen fördern den Algenwuchs.

Wenn das Wasser im Becken nicht mindestens 1x täglich umgewälzt wird, kippt der Pool und es kommt zum bereits erwähnten grünen Pool.

Die Lösung: Optimierte Filterlaufzeiten damit das Wasser sauber bleibt:

JahreszeitLaufzeit in Std.
Frühling2×2/Tag
Sommer2×4/Tag
Herbst2×2/Tag
Winter2×1/Tag

Wenn die Stromkosten durch die Poolpumpe zu hoch sind, dann ist womöglich die Pumpe überdimensioniert oder zu schwach. Beides führt zu erhöhten Stromkosten bei der Poolpflege.

Im Fachartikel über Poolpumpen kannst du mit einfachen Methoden überprüfen, ob du die richtige Poolpumpe im Einsatz hast und diese u.U. ersetzen. Klicke dazu einfach auf den Link.

3. Sandfilteranlage wird zu häufig rückgespült

Mit einer Sandfilteranlage werden feine Trübstoffe aus dem Wasser gefiltert. Deswegen sollte die Filteranlage in keinem System zur Wasseraufbereitung fehlen.

Damit die Filterfunktion auf einem hohen Niveau bleibt, muss die Sandfilteranlage in regelmäßigen Abständen gewartet werden und dazu gehört das Rückspülen.

Mit einer Rückspülung der Sandfilteranlage werden die angesammelten Verschmutzungen aus der Anlage herausgespült. Durch diesen Prozess wird gewährleistet, dass der Filtersand weiterhin den durchströmenden Schmutz zurückhält.

Fälschlicherweise nehmen Laien an, dass eine häufige Rückspülung das Funktionsprinzip der Sandfilteranlage verbessert. Nicht selten wird die Anlage alle 2-3 Tage rückgespült.

Das ist aber grundlegend falsch, wenn es darum geht den Pool richtig zu pflegen.

Eine Sandfilteranlage sollte alle 10 bis 14 Tage rückgespült werden.

Grund dafür ist, dass mit der Rückspülung immer etwas vom Filtermedium verloren geht. Wird der Filtersand nicht rechtzeitig nachgefüllt, dann leidet die Filterleistung der Anlage.

Was viele nicht wissen: Der bereits herausgefilterte Dreck begünstigt die Filtration indem dieser bis zu einem bestimmten Grad als Filtermedium dient.

Dadurch wird das eigentliche Filtermedium weniger beansprucht und der Wechsel des Sandes bei der Sandfilteranlage kann hinausgezögert werden.

4. Vernachlässigung der Säurekapazität

Die Säurekapazität (auch als Säurebindungsvermögen oder Alkalinität bezeichnet) steht in Wechselwirkung mit dem pH-Wert und ist entscheidend für die Qualität des Poolwassers.

Viele Laien haben schon etwas vom pH-Wert gehört, aber gerade zu Beginn vernachlässigen viele den Säureverbrauch im Pool. Das wirkt sich entsprechend mit starken Schwankungen beim pH-Wert aus.

Wir erinnern uns: Ein hoher pH-Wert wird mit basischen (nicht saurem) Wasser in Verbindung gesetzt.

Es kann vorkommen, dass der pH-Wert im Pool hoch ist und dennoch zu viel Säure dem Becken zugefügt wurde. Wie kann es aber sein, dass zu viel Säure im Pool vorhanden ist, wenn der gemessene pH-Wert über 8,0 liegt?

Das ist die Falle in die viele Anfänger tappen.

Viele messen einen hohen pH-Wert – der über dem Optimum von 7,2 bis 7,6 liegt – und gießen leichtsinnig noch mehr Säure in den Pool, um den pH-Wert zu senken. Damit wird aber nichts erreicht und der pH-Wert bleibt weiterhin stark schwankend und führt weiterhin zu allen möglichen Problemen bei der Poolpflege.

Der Grund dafür ist einfach: Wenn die Säurekapazität unter 80 – 120 mg/l liegt, dann ist das ein Indikator für zu viel Säure im Pool.

Die Lösung: Man muss zunächst die Säurekapazität im Pool optimieren, bevor man anfängt den pH-Wert nachzubessern.

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Mit entsprechenden Mitteln lässt sich die Alkalinität im Pool optimieren.

Wichtig ist aber, dass du vorher einen verlässlichen Wassertest durchführst, um falsche Messergebnisse auszuschließen – Im Blog findest du weitere Informationen wie man das Poolwasser richtig testet.

Tipp: Messe mindestens 1x im Monat die Alkalinität im Pool und bessere u.U. nach, um den pH-Wert besser zu kontrollieren.

5. Ignorieren des pH-Wertes

Es gibt Poolbesitzer, die kontrollieren den pH-Wert im Pool zu selten und es gibt solche, die den pH-Wert komplett ignorieren.

Im zweiten Fall erfolgt die Poolpflege nach visueller Beurteilung des Poolwassers. Man nimmt an – da der pH-Wert auf eine natürliche Weise durch die Filtration ansteigt – dass es ausreicht gelegentlich etwas Säure in den Pool zu schütten.

Beide Methoden sind falsch, wenn es darum geht den Pool richtig zu pflegen.

Der pH-Wert ist einer der wichtigsten Parameter im Pool und darf auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Wird der pH-Wert nicht wöchentlich kontrolliert, dann kann es innerhalb von wenigen Stunden oder über Nacht passieren, dass der komplette Pool zu einer grünen Brühe wird.

Aber auch ein zu niedriger pH-Wert ist schlecht für das Becken und die Wasserbalance.

Die Folgen eines niedrigen pH-Wertes sind:

  • Herausgerissene Fugen und teure Sanierungsarbeiten.
  • Schäden an der teuren Poolausrüstung.
  • Algen (besonders die Blaualge) und Keime nisten sich in den beschädigten Fugen ein.

Deswegen solltest du unter keinen Umständen den pH-Wert ignorieren und wöchentlich mindestens 1-2x den pH-Wert messen und optimieren.

Das kannst du u.U. mit einfachen Teststreifen erledigen.

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Für die laufende Kontrolle des pH-Wertes reichen die Teststreifen aus, wobei die Küvetten mit OTO-Tropfen oder Tabletten präziser sind immer und bevorzugt werden sollten.

Aber Achtung: Die Teststreifen können meistens nur bis zu einem pH-Wert von 8,2 messen. Liegt der Wert weit darüber, kommt es zu einer fehlerhaften Dosierung des pH-Senkers.

Treten häufiger Probleme mit der Wasserbalance auf, dann empfiehlt sich ein elektronischer Wassertester – Die E-Tester liefer ein genaues Ergebnis und sind im Messergebnis nicht begrenzt wie die Teststreifen.

6. Optimierung der Wasserhärte wird ausgelassen

Wenn wir über Kalk im Pool sprechen, dann ist damit die Optimierung der Wasserhärte gemeint.

An sich ist Kalk für den Menschen ungefährlich, kann aber schwere Schäden am Becken anrichten und das Poolwasser milchig färben – Diese Folgen sind aber aufgrund einer mangelhaften Information nur den wenigsten Neueinsteigern bekannt.

Im Internet finden sich kaum Informationen über die entstehenden Probleme durch Kalk im Pool. Das mag u.a. daran liegen, dass es früher nicht möglich war als Laie die Wasserhärte im Pool zu bestimmen.

Deswegen findet das Thema bis heute nur wenig Beachtung und vermeintliche Ratgeber sind ratlos.

Eine mangelhafte Aufklärung bedeutet aber nicht, dass nur wenige Poolbesitzer ein Problem mit Kalkrändern und verkalktem Sand in der Sandfilteranlage habe.

Ganz im Gegenteil: Die Foren häufen sich mit Fragen nach Ratschlägen um die Probleme zu beseitigen und das alles nur, weil die Optimierung der Wasserhärte im Pool ausgelassen wird.

Aus diesem Grund solltest du nicht den gleichen Fehler bei der Poolpflege begehen und dich neben dem pH-Wert und der Alkalinität um die Calciumhärte im Pool kümmern.

Die beste Methode um Probleme mit Kalk im Schwimmbad zu vermeiden ist, eine regelmäßige Kontrolle der Calciumhärte mit Wassertestern.

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Eine Messung wird mindestens 1x im Monat vorgenommen und idealerweise liegt die Calciumhärte im Pool zwischen 200 und 400 mg/l – Ein Mittelwert bei 300 mg/l gilt als optimal.

Danach kannst du – falls notwendig – mit einem Pulver die Wasserhärte im Pool senken oder erhöhen. Beide Mittel sind im Fachhandel erhältlich.

Nimm dazu am besten ein pH-Neutrales Produkt und halte dich bei der Anwendung des Mittels immer an die Angaben des Herstellers.

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Eine Vorbeugung der Bildung von Kalk ist für jeden Poolbesitzer immer die vernünftigere Option, da eine Säurewaschung viel Zeit und Aufwand erfordert.

Ganz zu schweigen von der Umweltbelastung und den extra Kosten die bei der Beseitigung des Kalks entstehen.

7. Chlor direkt ins Poolwasser schütten

Von Zeit zu Zeit ist eine Schockchlorung im Pool notwendig, um hartnäckige Eintrübungen zu beseitigen.

Der Fehler den viele Anfänger dabei machen ist, dass das Chlor unverdünnt ins Poolwasser geschüttet wird. Das kann zu weißen Flecken – auch als Bleichflecken bezeichnet – führen und den teuren Liner verunstalten.

Richtig wäre es, dass Chlor vorher im Eimer zu verdünnen und anschließend den Pool zu schocken. Wie das genau geht, findest du im verlinkten Blogartikel.

Ein weiterer Fehler den viele Laien bei der Anwendung von Chlor begehen ist, dass die Chlortablette oder das Chlorgranulat über den Skimmer dosiert wird.

Das ist falsch und führt zu einer Reduzierung der Wirksamkeit bis zu 20 %, was wiederum zu einem erhöhten Chlorverbrauch führt.

Die dadurch entstandenen extra Kosten können reduziert werden, indem das Chlor über einen schwimmenden Dosierbehälter angewendet wird.

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Am besten hängst du den Floater mit einer Schnur an die Rücklaufdüsen des Pools. Das sorgt für eine bessere Verteilung vom Chlor.

Im PVC- oder in einem Vinyl-Liner sollte kein Floater verwendet werden, weil es zu Bleichflecken kommen kann.

Tipp: Bei einer laufenden Produktion von freiem Chlor mit einem Floater wird die Notwendigkeit einer Stoßchlorung im Pool reduziert. Die Chlorbeigabe wird einfach erhöht, indem mehr Chlortabletten in den Floater gelegt werden.

8. Schockchlorung wird am Tag durchgeführt

Einer der größten Fehler den Anfänger bei der Schockchlorung begehen ist, dass die Prozedur mitten am Tag bei grellem Sonnenschein durchgeführt wird.

Du fragst dich: Was spricht dagegen die Stoßchlorung am Tag bei schönem Wetter durchzuführen?

Für die Stoßchlorierung wird ein nicht-stabilisiertes Chlor verwendet. Das bedeutet, dass jenes Chlor keinen Stabilisator wie Cyanursäure enthält.

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Durch die Wirkung der UV-Strahlen zerfallen die Moleküle schnell und das Chlor verliert seine Oxidationskraft – Man gießt gewissermaßen das Chlor in ein Fass ohne Boden und erreicht am Ende kaum bis keine Wirkung.

Könnte man dann aber nicht einfach ein stabilisiertes Chlor für den Chlorschock im Pool verwenden?

Nein. Das Chlor muss schnell wirken und das geht nur, wenn es ein nicht-stabilisiertes Chlor (freies Chlor) ist.

Die Lösung: Wenn du eine Schockchlorung im Pool oder im Whirlpool durchführst, dann sollte das am späten Nachmittag oder am Abend geschehen um das Chlor vor dem Zerfall durch UV-Strahlen der Sonne zu schützen.

Verwendest du anstelle von Chlor, Broom oder Aktivsauerstoff, dann spielt die Tageszeit weniger eine Rolle. Im Artikel über Poolchemie kannst du die genauen Unterschiede nachlesen.

9. Kombination verschiedener Desinfektionsmittel

Ein kritischer Fehler den viele Anfänger bei der Poolpflege begehen ist, dass verschiedene Desinfektionsmittel miteinander kombiniert werden.

Du kennst das vielleicht: Man hat ein Problem mit der Wasserqualität im Pool, sucht nach einem Rat in einem Forum und bekommt ein Desinfektionsmittel empfohlen, das zur Behebung des Problems beitragen kann.

So wird blind neben dem bereits eingesetzten Chlor u.U. Broom, Aktivsauerstoff oder Biguanide eingesetzt.

Die Desinfektionsmittel haben alle eine oxidierende Wirkung gegenüber Keimen und anderen Trübstoffen im Bad, aber das Problem ist, dass sich die einzelnen Mittel schlecht miteinander kombinieren lassen.

In der Praxis ist schon länger bekannt, dass sich Aktivsauerstoff und Chlor gegenseitig aufheben. Die Folge ist, dass die gewünschte Wirkung komplett ausfällt und die Wasserbalance darunter noch mehr leidet.

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Chlor ist günstig und hat eine starke Oxidationskraft, kann aber bei einem falschen Einsatz zu Nebenwirkungen führen. Weitaus angenehmer für Badende ist Aktivsauerstoff, wobei dieses etwas teurer als Chlor ist.

Die Entscheidung liegt bei dir und der persönlichen Präferenz.

Merke dir aber: Bei der richtigen Poolpflege geht es darum ein einziges Desinfektionsmittel einzusetzen und Kombinationen zu vermeiden.

Oft versuchen Laien – aufgrund der gesundheitlichen Risiken – einen Umstieg von Chlor auf ein anderes Desinfektionsmittel und vergessen dabei das Rückstände vom alten Desinfektionsmittel die Oxidationskraft vom neuen Mittel negativ beeinträchtigen – Das ist z.B. beim Biguanid der Fall, wenn der Pool vorher nicht gründlich gereinigt wurde.

Ein Wechsel auf ein anderes Mittel ist meistens mit einer kompletten Entleerung des Schwimmbades verbunden. Überlege dir deswegen vorher gut welches Mittel du für die Poolpflege anwenden willst und bleibe dabei.

10. Die Kontrolle mit Wassertestern findet zu selten statt

Du kennst nun die häufigsten Fehler bei der Poolpflege, die man als Anfänger in Bezug mit der Poolchemie machen kann und wie man diese Fehler vermeidet.

Was aber zu selten in Ratgebern für die Poolreinigung erwähnt wird ist, dass eine regelmäßige Kontrolle des Poolwassers mit geeigneten Wassertestern stattfinden muss.

Das ist wichtig, um die Dosierangaben der Poolchemie einzuhalten und eine Überdosierung zu vermeiden.

Beim Poolwasser testen hast du die Wahl zwischen:

  • Einfache Teststreifen für eine laufende Kontrolle.
  • Küvetten mit OTO-Tropfen oder Tabletten die präziser sind als Teststreifen.
  • Elektronische Tester mit denen sich fast alle Parameter messen lassen.

Mit allen Verfahren kannst du die einzelnen Parameter im Pool bestimmen, aber was nicht erwähnt wird sind die möglichen Fehler beim Messergebnis.

Bei einem einfachen Teststreifen kommt es häufiger zu verfälschten Ergebnissen. Wenn dazu noch zu selten die Parameter kontrolliert werden, passiert es ganz schnell, dass der Pool kippt und grün wird.

Deswegen ist eine regelmäßige Kontrolle des Poolwassers mit einem elektronischen Wassertester ratsam.

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Du musst natürlich nicht jeden Tag mit dem Wassertester zum Pool gehen und diesen Kontrollieren.

Manche Parameter müssen wöchentlich kontrolliert werden und bei anderen Parametern reicht es aus, wenn du diese 1x im Monat kontrollierst und u.U. optimierst.

Im Blogartikel findest du eine Übersicht mit den wichtigsten Parametern und eine genaue Erklärung wie oft du diese messen musst – Poolwasser testen.

11. Einsatz eines automatischen Poolreinigers bei Problemen mit Algen

Der automatische Poolreiniger ist praktisch um ein großes Schwimmbad dauerhaft sauber zu halten.

Viele Poolbesitzer haben aber zu große Hoffnung in diese Geräte. So hat sich der Irrglaube verbreitet, dass z.B. ein Poolroboter gegen Algen alleine ausreicht und mithilfe dessen der Pool ohne Chlor betrieben werden kann.

Eines muss klargestellt werden: Der Poolroboter ist in der Lage die Ablagerungen durch Algen zu beseitigen, aber das wird in der Zukunft nicht verhindern, dass die Algen erneut wachsen.

Der Algenwuchs im Pool tritt immer dann auf, wenn die Wasserbalance fehlerhaft ist.

Wenn du also Probleme mit Algen hast, dann musst du auf chemische Mittel wie z.B. ein Algizid zurückgreifen um den Algenwuchs zu hemmen.

Das Algizid dient als vorbeugende Maßnahme und ist kein Mittel mit dem ein grüner Pool gereinigt wird.

Vorher müssen die Algen im Pool natürlich geschrubbt und mit der Sandfilteranlage herausgefiltert werden. Eine genaue Anleitung findest du im Blog – Klicke dazu auf den Link oder nutze die interne Suchfunktion.

12. Keine Dusche vor der Nutzung des Pools

Die Dusche im Garten ist ein wichtiges Zubehör um den Pool sauber zu halten.

Jeder Badegast schleppt Unmengen an feinen Trübstoffen in den Pool, die das Wasser trüben können – Darunter fallen Sonnencremes, Parfüms, Hautschuppen, Schweiß, Urin und andere Stoffe.

Die Rede ist dabei von kolloidalen Verunreinigungen, die zu fein sind um diese mit der Sandfilteranlage zu filtern.

Kolloidale Stoffe dienen als Nahrungsmittel für Keime und sind oft der Auslöser für den unangenehmen Fettfilm und Fettrand im Poolbecken.

Und dennoch verpassen es viele Badegäste sich vor dem Sprung in den Pool kurz abzuduschen.

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Eine kurze Dusche vor der Nutzung des Pools ist ein Akt von einer Minute der viel Mühe, Aufwand und Kosten für die spätere Reinigung des Pools ersparen kann.

Schuld sind aber nicht nur die Badegäste, sondern du als Poolbesitzer trägst die Verantwortung das Becken sauber zu halten.

Stelle am besten eine Solardusche in die Nähe des Pools auf und weise alle Badenden darauf hin, die Dusche zu benutzen. Mach es zur Baderegel!

Die Baderegel mag vielleicht etwas Penibel klingen, aber du wirst dir viele unangenehme Stunden bei der Poolreinigung ersparen. Wer schon einmal einen Fettrand beseitigen musste der weiß, wovon die Rede ist.

13. Mit Straßenkleidung schwimmen

Es bedarf eigentlich keiner Erwähnung, aber das Baden in Straßenkleidung ist zu unterlassen.

Der Pool ist keine Waschmaschine und wer den Pool nutzen will, der sollte das in Badekleidung tun – das wäre neben der Dusche eine weitere Baderegel.

Leider sehen das viele Menschen anders und es kommt zu Eintrübungen des Poolwassers.

Mit der Straßenkleidung landen verschiedene Stoffe in den Pool, die das Gleichgewicht stören können.

Im schlimmsten Fall werden gefährliche Schwarzalgen eingeschleppt, weil zuvor mit den gleichen Badesachen im Baggersee gebadet wurde und die Sachen vorher nicht gewaschen wurden.

Die richtige Poolpflege: Schritt-für-Schritt Anleitung

Du kennst nun die häufigsten Fehler, die man als Neueinsteiger bei der Poolpflege machen kann.

Was aber noch fehlt ist eine richtige Poolpflege Anleitung.

Deswegen findest du in diesem Kapitel einen ausführlichen Plan, der dir als Orientierung in der Zukunft dienen soll.

Halte dich an den Plan und die Poolpflege Tipps und dein Pool wird dauerhaft kristallklar bleiben.

Schritt 1. Wasserstand überprüfen und korrigieren

Bevor du anfängst den Pool zu schrubben und den Dreck zu beseitigen, solltest du als Erstes den Wasserstand im Becken überprüfen.

Ist der Wasserstand zu niedrig, dann musst du diesen korrigieren.

Lasse dazu einfach den Gartenschlauch über den Rand ins Poolbecken plätschern – Durch diese Methode hast du ein akustisches Geräusch das dich am Ende der Reinigungsarbeiten daran erinnert den Wasserhahn wieder zu schließen.

Eine leichte Verdunstung im Pool ist normal. Verliert dein Pool aber ungewöhnlich viel Wasser, dann solltest du diesen auf ein Leck untersuchen. Meistens muss nur die Dichtung der Sandfilteranlage ausgetauscht werden.

Schritt 2. Grobe Reinigung des Pools

Im nächsten Schritt muss das Becken grob vorgereinigt werden.

Dazu gehört das Abkeschern von Laub, Insekten und anderen Verunreinigungen, die an der Wasseroberfläche treiben.

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Du kannst diesen Prozess beschleunigen indem du die Poolpumpe startest und mit dem Skimmer einen großen Teil der Verschmutzungen entfernst – Das funktioniert am besten, wenn der Skimmer gegenüber vom Wasserrücklauf liegt.

Vergiss nicht danach den Korb vom Skimmer zu entleeren und zu reinigen.

Schritt 3. Poolboden mit einem Poolsauger absaugen

Mit dem Poolkescher lassen sich nur schwer die Verunreinigungen vom Poolboden entfernen. Hier ist eine Bürste und ein Poolsauger die bessere Wahl.

Schrubbe kurz den Poolboden und die Wände mit der Bürste und löse Ablagerungen durch Algen. Währenddessen sollte die Sandfilteranlage auf – Filtern – laufen.

Schließe nach dem schrubben den Poolsauger an und sauge mit diesem kurz die Treppen und den kompletten Poolboden ab.

Um eine Streifenbildung zu vermeiden solltest du immer überlappend saugen – Im folgenden Video wird das gut demonstriert.

Im Blogartikel kannst du nachlesen, wie ein Poolsauger angeschlossen wird. Folge dazu einfach dem Link.

Schritt 4. Rückspülen und Nachspülen der Filteranlage

Nachdem du den Pool grob mit einem Kescher und Poolsauger gereinigt hast, musst du die Sandfilteranlage rückspülen.

Der Prozess der Rückspülung wird alle 10 bis 14 Tage durchgeführt um den angesammelten Dreck aus der Filteranlage zu entfernen.

Vermeide es aber dennoch zu oft die Sandfilteranlage zu spülen – Das ist unnötig.

Ganz wichtig: Nach jeder Rückspülung erfolgt immer eine Nachspülung – Wie das geht, findest du mithilfe der internen Suchfunktion.

Schritt 5. Den pH-Wert und den Desinfektionsmittelgehalt überprüfen

Das Poolwasser sollte nach der geleisteten Vorreinigung bereits deutlich sauberer wirken. Falls nicht, dann müssen wir noch das Poolwasser richtig einstellen.

Überprüfe zunächst den pH-Wert mit einem geeigneten Wassertester – Idealerweise verwendest du einen elektronischen Tester.

Der pH-Wert sollte dabei zwischen 7,2 und 7,6 liegen. Alles drunter oder drüber ist falsch und erfordert eine umgehende Korrektur mit einem pH-Plus oder einem pH-Minus.

Beide chemischen Mittel sind im Fachhandel als Pulver oder Flüssigkeit erhältlich.

In der Praxis wirst du viel häufiger das pH-Minus einsetzen müssen, da der pH-Wert auf eine natürliche Weise durch die Wasserumwälzung steigt.

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Falls der pH-Wert stark schwankt, dann muss vorher die Säurekapazität (Alkalinität) überprüft und u.U. nachgebessert werden.

Nachdem du den pH-Wert optimiert hast, ist es wichtig den Desinfektionsmittelgehalt im Pool zu prüfen.

Die meisten werden sicher Chlor verwenden. Um den Chlorgehalt zu bestimmen sind flüssige Wassertester zu empfehlen – Auch hier findest du im Blog den passenden Artikel über Desinfektionsmittel.

Alle bis hierher genannten Schritte gehören zur täglichen Poolpflege. Vernachlässige diese nicht!

Schritt 6. Algenverhütungsmittel verwenden

Der Pool ist nun sauber, aber damit das bleibt ist es praktisch ein Algenverhütungsmittel (auch als Algizid bekannt) einzusetzen.

Viele Poolbesitzer sind gegenüber dem Algizid skeptisch da es eine Schaumbildung im Pool verursachen kann. Das passiert aber nur, wenn man ein schäumendes Algizid verwendet und dieses überdosiert wird.

Korrekt dosiert hilft das Algizid den Pool langfristig sauber zu halten.

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Extra Tipp: Vermeide billige Produkte die schäumend sind. Das nicht-schäumende Algizid kostet einen kleinen Aufpreis, ist aber pH-Neutral und verhindert – wie der Name schon sagt – Schaum im Pool.

Da jedes Algizid unterschiedlich dosiert ist, solltest du dich bei der Anwendung unbedingt an die Angaben des Herstellers halten. Quelle.

Schritt 7. Ein Flockungsmittel anwenden

Als krönenden Abschluss verwendet der Profi noch ein Flockungsmittel um selbst die feinsten Partikel aus dem Poolwasser zu filtern.

Idealerweise verwendest du hier ein Flockungskissen. Diese sind praktischer und es kommt zu keiner Flockenbildung am Poolboden.

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Wenn du mehr über die Anwendung eines Flockungsmittels lernen möchtest, dann solltest du dir unbedingt die verlinkte Anleitung durchlesen.

In diesem Sinne. Frohes schwimmen!

Über uns

Über die Jahre haben wir sehr viele Möglichkeiten ausprobiert einen Pool zu reinigen und dabei wertvolles Wissen angesammelt. Auf dieser Seiten teilen wir alles was funktioniert und was nicht.

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