Sand für Sandfilteranlage (Filtersand und Körnung im Vergleich)

Sand für Sandfilteranlage

Die Art vom Sand für die Sandfilteranlage spielt eine entscheidende Rolle bei der Wasseraufbereitung im Pool. Aber welches Filtermaterial ist für die Sandfilteranlage am besten geeignet, welche Korngröße ist ideal und wie viel Sand ist notwendig?

In der Pool Sandfilteranlage kann man neben Standard Filtersand (Silex-Sand) auch Filterglas, Fibalon, DE-Erde oder eine Kombination aus Aktivkohle und Sand verwenden. Am besten hat sich der Silex-Sand mit einer Korngröße von 0,4 – 0,8 mm und das Filterglas bei der Wasseraufbereitung bewährt.

In diesem Artikel stelle ich dir neben dem Sand die geläufigsten Filtermaterialien für die Sandfilteranlage im Pool vor. Ich stelle Vergleiche auf, erkläre dir die Vor- und Nachteile und gebe dir hilfreiche Tipps für den Einsatz.

Welcher Sand für die Sandfilteranlage?

Vielleicht ist dies dein erster Sandwechsel und du fragst dich welcher Sand für die Sandfilteranlage am besten verwendet werden sollte.

Sand ist nicht gleich Sand und bei der Filteranlage hast du die Wahl zwischen verschiedenen Filtermedien.

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen privaten Poolbetreibern folgende Arten von Filtermaterial zur Verfügung:

  • Standard Filtersand: Filtrierung mit Silex Sand.
  • Filterglas: Feine Glaspartikel die als umweltschonend gelten.
  • Aktivkohle und Sand: Eine Kombination aus Aktivkohle und Sand in Mehrschichtfilteranlagen.
  • Fibalon: Modernes Filtermedium das als Ersatz zum Filtersand und Filterglas dient.
  • Diatomaceous Earth Filter: Filtrierung mit DE-Erde (organisches Material).

Grundsätzlich gilt: Immer die Angaben des Herstellers beachten mit welcher Art von Sand die Filteranlage befüllt werden sollte. Sind keine Angaben zu finden, dann wird der Sandfilter mit Silex Sand (Korngröße 0,4 – 0,8 mm) befüllt.

In den nachfolgenden Unterkapiteln werden die einzelnen Filtermedien und die Unterschiede näher beschrieben.

Standard Sand für den Poolfilter

Beim Standard Pool Filtersand handelt es sich um Silex Sand der am häufigsten im privaten Pool eingesetzt wird.

Die Korngröße liegt ungefähr bei 0,4 – 0,8 mm, mit der eine Filtration von 15 µ (Mikron) geleistet wird. Durch die Anwendung eines Flockungsmittels kann die Filtration gesteigert werden.

Der Sand ist preiswert, hält lange in der Filteranlage und erweist sich als unproblematisch bei der Reinigung mittels einer Rückspülung.

Weiterhin ist der Sand geeignet für den Einsatz sämtlicher Poolchemie wie Flockmittel, Algizide und Desinfektionsmittel.

In der Regel wird der Filtersand turnusmäßig alle 1 bis 3 Jahre getauscht – Eine starke Beanspruchung kann einen früheren Wechsel des Filtersandes notwendig machen.

Filterglas als effektives Filtermedium im Sandfilter

Das Filterglas gilt als ein umweltschonendes Filtermedium für die Wasseraufbereitung im Pool.

Es wird aus den Produktionsüberschüssen von weißem und grünem Glas in der Glasindustrie hergestellt und ist zu 100 % recycelbar.

Die spezielle Herstellungstechnologie ermöglicht eine hervorragende Filtrierung und verhindert ein schnelles Verklumpen des Filtermediums.

Neben der effizienten Filtrierung wird auch eine Keimbildung verlangsamt, da sich auf der glatten Oberfläche vom Glas keine Bakterien sammeln.

Weiterhi vorteilhaft ist beim Filterglas, dass die Anlage weniger rückgespült werden muss und so weniger Stromkosten entstehen.

Da bleibt nur noch vor dem Kauf die Frage zu klären, welche Korngröße vom Filterglas für den Poolfilter die richtige ist.

Beim Filterglas ist eine Korngröße von 0,3 bis 1,00 mm zu empfehlen. Diese Korngröße ermöglicht eine Filterfeinheit von 5 µ und ist damit 30 % effizienter als herkömmlicher Sand.

Und wann muss man das Filtermaterial in der Sandfilteranlage tauschen?

Ein Wechsel des Filterglases in der Pool Filteranlage erfolgt – je nach Beanspruchung – alle 3 bis 4 Jahre.

Zu erwähnen bleibt noch: Die meisten Pool-Shops versuchen das Filterglas als zukunftsweisende Alternative zum herkömmlichen Filtersand zu verkaufen.

Aber die Wahrheit ist, bei einer Verstopfung mit feinen Partikeln sind starke Oxidationsmittel wie Aktivsauerstoff notwendig, um die Verunreinigungen zu entfernen – Beim Sand reicht eine Rückspülung. Quelle.

Aktivkohle und Sand in der Sandfilteranlage kombinieren

In einer Mehrschichtfilteranlage wird der Sand in Kombination mit Aktivkohle eingesetzt.

Das ist sehr praktisch, da die Aktivkohle hervorragend auch Mangan, Eisen und andere Trübstoffe aus dem Poolbecken herausfiltert.

Sogar gebundenes Chlor und die Nebenprodukte von Chlor werden mit der Aktivkohle aus dem Poolwasser gefiltert.

Nachteilig ist aber, dass bei einer Rückspülung der Sandfilteranlage die Aktivkohle verbraucht wird und immer wieder nachgefüllt werden muss.

Wer den extra Aufwand nicht scheut, der wird mit diesem Pool Filtermaterial langfristig sauberes Wasser im Becken haben.

Fibalon in die Sandfilteranlage befüllen

Eines der modernsten Filtermaterialien für den Pool ist Fibalon, das aus Polymerfasern und Silberionen besteht.

Mit einer Filterleistung von 8 µ ist im Vergleich zum Silex Sand eine gründlichere Wasseraufbereitung möglich.

Zudem hat das Fibalon ein geringes Eigengewicht, was den Wechsel des Filtermediums erleichtert.

Im Fachhandel wird das Fibalon 3D oder das Fibalon Rope angeboten. Die Unterscheidung ist einfach:

  1. Fibalon 3D ist als das Grundprodukt anzusehen.
  2. Fibalon Rope besteht aus einem gebündelten Netz der Filterbällchen und ermöglicht eine einfache Handhabung.

Neben der hohen Schmutzaufnahmefähigkeit und Langlebigkeit ist das Fibalon nach Standard 100 ÖKO-Tex zertifiziert.

Nachteilig beim Fibalon ist aber, dass eine Verwendung von flüssigem Flockungsmittel zu einer Verklumpung führt und deswegen nicht eingesetzt werden sollte. Aber eine Anwendung von Flockkissen oder Flocktabletten ist im Skimmer weiterhin möglich.

DE-Erde als Filtermaterial im Swimming-Pool

Die Filtration mit DE-Erde (Kieselgur) erfolgt in einem DE-Filter (Diatomaceous Earth Filter) – Hierbei handelt es sich um Erde, die aus mikroskopisch kleinen Skeletten von Organismen besteht. Quelle.

Mit der DE-Erde ist eine Filtration bis 5 µ möglich. Das ist zwar praktisch bei der Wasserfiltration, aber die Verwendung von DE-Erde ist an sich schwierig.

Das Rückspülen kann sich als problematisch erweisen, da das Filtermedium in Kombination mit Fetten häufig verklebt. Das bedeutet, dass im schlimmsten Fall die Filteranlage geöffnet und per Hand gereinigt werden muss.

Weiterhin ist in der Praxis bei einer Rückspülung mit einem Verlust des Filtermediums zu rechnen – Die Herstellerangaben schwanken hier von 10 bis 90 %.

Der Verlust des Filtermediums im Pool ist nicht unwichtig, wenn man bedenkt, dass verlorenes Filtermaterial nachgefüllt werden muss und so extra Aufwand und Kosten entstehen.

Tipp: Wie man effektiv Sand vom Poolboden entfernen kann und was die Ursachen sind, erkläre ich dir in meinem Blogartikel. Folge dazu einfach dem Link.

Fragen und Antworten zum Pool Filtersand

In diesem Kapitel beantworte ich restliche Fragen, die von Lesern eingesendet wurden.

Dadurch sorge ich für mehr Aufklärung und kann hoffentlich restliche Unklarheiten in Bezug zum Pool Filtersand aus der Welt schaffen.

Womit wird die Sandfilteranlage befüllt?

Auf dem Fachmarkt stehen verschiedene Sandfilteranlagen zur Verfügung.

Man darf aber nicht den Fehler machen und glauben das jede Filteranlage mit normalem Sand befüllt wird. Ein falsches Filtermedium führt zu einer schlechten Leistung bei der Filtration und kann sogar zu Beschädigungen der Anlage führen.

Deswegen musst du immer die Angaben des Hersteller beachten. Lese dazu das Benutzerhandbuch deiner Anlage.

Falls du aber eine gebrauchte Sandfilteranlage gekauft hast und keine Angaben auf dem Filter zu finden sind, wird standardmäßig Silex Sand für die Befüllung verwendet.

Was ist besser für den Poolfilter – Sand oder Glas?

Sand wird überwiegend in privaten Bädern eingesetzt und ist im Vergleich zum Filterglas deutlich günstiger.

Die Filterleistung vom Filterglas gilt als effizienter und das Problem der Keimbildung wird reduziert.

Dennoch kommt es in der Praxis mit herkömmlichen Filtersand zu keinen Einschränkungen bei der Wasseraufbereitung im Swimming-Pool.

Ob man nun Sand oder Filterglas verwendet bleibt der persönlichen Präferenz überlassen.

Wichtig ist, dass man die Angaben des Herstellers beachtet und vor dem Befüllen eine Kompatibilität mit Filterglas überprüft wird.

Wie viel Sand muss in eine Sandfilteranlage?

Nachdem ich dir die besten Filtermaterialien für den Sandfilter aufgezeigt habe, bleibt nur noch zu klären wie viel Sand in die Filteranlage befüllt werden muss.

Grundsätzlich werden die Angaben des jeweiligen Herstellers beachtet, wie viel Sand man in die Sandfilteranlage befüllt.

Diese Informationen findest du im Bedienungshandbuch oder als Markierung auf der Sandfilteranlage.

Ich kann es gar nicht oft genug erwähnen, aber die Einhaltung der Füllgrenze ist wichtig, damit die PVC-Rohre nicht brechen und folglich Sand in das Becken gespült wird.

Falls keine Angaben zur Füllmenge des Sandes vorhanden ist, dann wird die Sandfilteranlage knapp über das Standrohr befüllt. Das entspricht ungefähr 2/3 der Höhe vom Sandfilter – In meinem Artikel zum Sandtausch findest du eine Illustration.

Hast du noch weitere Fragen zum Sand für die Sandfilteranlage?

Kontaktiere mich unter @Wasserninja auf Twitter, Facebook oder auf YouTube. Ich helfe dir gerne persönlich weiter.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Sandwechsel.

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Hi! Ich bin der Wasserninja. Ich habe im Bereich Wasser mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik und Naturwissenschaft studiert und schreibe in diesem Blog über die Wasseraufbereitung im Pool. Mit meinen praktischen Tipps lernst du, wie man Probleme im Pool und im Whirlpool schnell beseitigen kann.

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