Sand der Sandfilteranlage in 10 Schritten wechseln (Anleitung)

Der Sandwechsel bei der Sandfilteranlage ist ab einem bestimmten Zeitpunkt notwendig damit das Poolwasser kristallklar bleibt. Aber wann muss der Filtersand gewechselt werden und wie oft sollte das stattfinden?

Ein Wechsel des Filtersandes findet i.d.R. alle 1 – 3 Jahre statt – bei einer stärkeren Abnutzung des Sand bereits nach 1 Jahr. Nachdem das Wasser abgelassen und sämtliche Verschraubungen gelöst wurden, wird der Sand entnommen und nach Angaben des Herstellers mit einem neuen Filtermedium befüllt.

In diesem Artikel findest du eine ausführliche Anleitung wie Profis den Sand in der Sandfilteranlage wechseln. Außerdem lernst du mit den Tipps worauf zu achten ist um Folgeschäden an der Anlage und Probleme bei der Wasseraufbereitung zu vermeiden.

Welcher Sand für die Sandfilteranlage?

Vielleicht ist dies dein erster Sandwechsel und du fragst dich welcher Sand für die Sandfilteranlage am besten verwendet werden sollte.

Sand ist nicht gleich Sand und bei der Filteranlage hast du die Wahl zwischen verschiedenen Filtermedien.

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen privaten Poolbetreibern folgende Arten von Sand zur Verfügung:

  • Standard Filtersand: Filtrierung mit Silex Sand.
  • Filterglas: Feine Glaspartikel die als umweltschonend gelten.
  • Aktivkohle und Sand: Eine Kombination aus Aktivkohle und Sand in Mehrschichtfilteranlagen.
  • Fibalon: Modernes Filtermedium das als Ersatz zum Filtersand und Filterglas dient.
  • Diatomaceous Earth Filter: Filtrierung mit DE-Erde (organisches Material).

Grundsätzlich gilt: Immer die Angaben des Herstellers beachten mit welcher Art von Sand die Filteranlage befüllt werden sollte. Sind keine Angaben zu finden, dann wird der Sandfilter mit Silex Sand (Korngröße 0,4 – 0,8 mm) befüllt.

In den nachfolgenden Unterkapiteln werden die einzelnen Filtermedien und die Unterschiede näher beschrieben.

Standard Sand

Beim Standard Sand handelt es sich um Silex Sand der am häufigsten im privaten Pool eingesetzt wird.

Die Korngröße liegt ungefähr bei 0,4 – 0,8 mm mit der eine Filtration von 15 µ (Mikron) geleistet wird. Durch die Anwendung eines Flockungsmittels kann die Filtration gesteigert werden.

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Der Sand ist preiswert, hält lange in der Filteranlage und erweist sich als unproblematisch bei der Reinigung mittels einer Rückspülung.

Weiterhin ist der Sand geeignet für den Einsatz sämtlicher Poolchemie wie Flockmittel, Algizide und Desinfektionsmittel.

In der Regel wird der Filtersand turnusmäßig alle 1 bis 3 Jahre getauscht – Eine starke Beanspruchung kann einen früheren Wechsel des Filtersandes notwendig machen.

Filterglas

Das Filterglas gilt als ein umweltschonendes Filtermedium für die Wasseraufbereitung im Pool.

Es wird aus den Produktionsüberschüssen von weißem und grünem Glas in der Glasindustrie hergestellt und ist zu 100 % recycelbar.

Die spezielle Herstellungstechnologie ermöglicht eine hervorragende Filtrierung und verhindert ein schnelles Verklumpen des Filtermediums – Bei einer Verstopfung mit feinen Partikeln sind starke Oxidationsmittel wie Aktivsauerstoff notwendig um die Verunreinigungen zu entfernen. Quelle.

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Neben der effizienten Filtrierung wird auch eine Keimbildung verlangsamt, da sich auf der glatten Oberfläche vom Glas keine Bakterien sammeln.

Weiterhi vorteilhaft ist das die Anlage weniger rückgespült werden muss und so weniger Stromkosten entstehen.

Ein Wechsel des Filterglases in der Filteranlage erfolgt – je nach Beanspruchung – alle 4 Jahre.

Aktivkohle und Sand

In einer Mehrschichtfilteranlage wird der Sand in Kombination mit Aktivkohle eingesetzt.

Das ist sehr praktisch da die Aktivkohle hervorragend auch Mangan, Eisen und andere Trübstoffe herausfiltert. Sogar gebundenes Chlor und die Nebenprodukte von Chlor werden mit der Aktivkohle aus dem Poolwasser gefiltert.

Nachteilig ist aber, dass bei einer Rückspülung der Sandfilteranlage die Aktivkohle verbraucht wird und immer wieder nachgefüllt werden muss.

Fibalon

Eines der modernsten Filtermedien ist Fibalon das aus Polymerfasern und Silberionen besteht.

Mit einer Filterleistung von 8 µ ist im Vergleich zum Silex Sand eine gründlichere Wasseraufbereitung möglich. Zudem hat das Fibalon ein geringes Eigengewicht was den Wechsel des Filtermediums erleichtert.

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Im Fachhandel wird das Fibalon 3D oder das Fibalon Rope angeboten. Die Unterscheidung ist einfach:

  1. Fibalon 3D ist als das Grundprodukt anzusehen.
  2. Fibalon Rope besteht aus einem gebündelten Netz der Filterbällchen und ermöglicht eine einfache Handhabung.

Neben der hohen Schmutzaufnahmefähigkeit und Langlebigkeit ist das Fibalon nach Standard 100 ÖKO-Tex zertifiziert.

Nachteilig beim Fibalon ist aber, dass eine Verwendung von flüssigem Flockungsmittel zu einer Verklumpung führt und deswegen nicht eingesetzt werden sollte. Aber eine Anwendung von Flockkissen oder Flocktabletten ist im Skimmer weiterhin möglich.

DE-Erde

Die Filtration mit DE-Erde (Kieselgur) erfolgt in einem DE-Filter (Diatomaceous Earth Filter) – Hierbei handelt es sich um Erde die aus mikroskopisch kleinen Skeletten von Organismen besteht. Quelle.

Mit der DE-Erde ist eine Filtration bis 5 µ möglich. Das ist zwar praktisch bei der Wasserfiltration, aber die Verwendung von DE-Erde ist an sich schwierig.

Das Rückspülen kann sich als problematisch erweisen da das Filtermedium in Kombination mit Fetten häufig verklebt. Das bedeutet, dass im schlimmsten Fall die Filteranlage geöffnet und per Hand gereinigt werden muss.

Weiterhin ist in der Praxis bei einer Rückspülung mit einem Verlust des Filtermediums zu rechnen – Die Herstellerangaben schwanken hier von 10 bis 90 %.

Der Verlust des Filtermediums ist nicht unwichtig, wenn man bedenkt das verlorenes Filtermaterial nachgefüllt werden muss und so extra Aufwand und Kosten entstehen.

Wann kann ein Sandwechsel erforderlich sein?

Du kennst nun die verschiedenen Arten von Sand – mit der man eine Sandfilteranlage befüllen kann – und wir kommen der eigentlichen Anleitung für den Sandwechsel näher.

Vorher solltest du überprüfen, ob ein Wechsel des Filtersandes tatsächlich notwendig ist.

Neuer Filtersand ist immer mit klarem Poolwasser verbunden, aber nicht immer muss der Sand 1:1 ersetzt werden. Oft reicht eine Rückspülung aus um für sauberes Wasser zu sorgen.

Dennoch kannst du dich an bestimmten Feststellungen orientieren um herauszufinden ob der Filtersand gewechselt werden muss.

Trifft eine der folgenden Störungen zu, dann sollte ein Filtersandwechsel vorgenommen werden:

  • Der Filtersand ist älter als 1 Jahr und durch eine starke Belastung abgenutzt.
  • Du verwendest ein Flockungsmittel und die Wasserbalance stimmt, dennoch bleibt das Poolwasser trüb.
  • Trotz einer richtigen Anwendung des Flockungsmittels bilden sich Flocken am Poolboden.
  • Der Pool wird häufiger grün und ist mit Grünalgen belastet.
  • Du hattest schwarze Algen (Blaualgen) im Becken die sich auch im Filtersand eingenistet haben.
  • Der Verbrauch von Chlor ist drastisch angestiegen, obwohl die Cyanursäure und alle weiteren Parameter beim testen des Poolwassers stimmen.
  • Kalkhaltiges Wasser hat zu einer Verkalkung des Filtersandes geführt und schwächt den Rücklauf.
  • Es kommt zu Eintrübungen beim saugen mit dem Poolsauger und der Pool wird nicht richtig sauber.

Die Störungssuche vor dem Sandwechsel ist hilfreich, aber oft sind die Ursachen für Laien nur schwer ausfindig zu machen.

Im Zweifelsfall solltest du in der Sandfilteranlage den Sand wechseln, denn das ist – wie oben bereits angesprochen – niemals ein Verlust und führt zu sauberem Poolwasser.

Wie das genau geht, kannst du in der Folgenden Anleitung für den Sandwechsel nachlesen.

Anleitung: Filtersand wechseln

Den Sand in der Sandfilteranlage zu wechseln ist nicht schwer.

Das Poolwasser wird brillanter und der Einsatz eines Flockungsmittels wird reduziert.

Folgendes Equipment wird für den Sandwechsel benötigt:

Das meiste vom Equipment wirst du sicher daheim im Gartenschuppen haben. Falls nicht, dann findest du unter den Links in der Liste das passende Equipment im online Shop.

Befolge die nachfolgenden Schritte für den Wechsel des Filtersandes und du bist schnell damit durch. Danach sollte die Sandfilteranlage wieder rund laufen und das Poolwasser filtrieren.

1. Sicherungen herausdrücken

Als Erstes muss die Sicherung der kompletten Poolanlage herausgedrückt werden. Das dient der eigenen Sicherheit und verhindert ein unbeabsichtigtes Starten der Poolpumpe.

2. Ventile schließen

Nachdem die Sicherung der Poolanlage raus ist, müssen alle Ventile der Anlage geschlossen werden. Dadurch soll verhindert werden, dass das Wasser nach dem öffnen des Sandfilters austritt.

3. Deckel und Diffusor entfernen

Im Anschluss kann der Deckel der Sandfilteranlage geöffnet werden, um Zugang zum Inneren des Gehäuses zu bekommen. Jetzt kann auch der Diffusor (Verteiler) einfach abgezogen werden.

Bewahre die Dichtung, den Deckel und den Diffusor an einem sicheren Ort auf, damit du nicht versehentlich darauf trittst.

4. Wasserablauf öffnen

Am unteren Ende der Filteranlage findest du einen Wasserablauf. Öffne den Ablauf und lasse das Wasser ab.

Wenn das Wasser nahezu abgeflossen ist, kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

Tipp: Wenn man den Zu- und Ablauf des Multiventils löst und einen Schraubendreher dazwischen zum spreizen verwendet, läuft das Wasser schneller ab.

5. Diffusorstutzen beiseite drehen

Nachdem die Verschraubung zum Multiventil gelöst wurde, nimmt man einen Ölfilterschlüssel zur Hand und dreht den Diffusorstutzen nach links – Mit der freien Hand wird der Stutzen gleichzeitig in dieselbe Richtung leicht gedrückt.

Tipp: Die Verschraubungen werden danach wieder geschlossen um eine Verschmutzung der Gewinde mit Sand zu vermeiden.

6. Sand entnehmen

Der Sand kann nun entnommen werden, aber vorher sollte man den Stutzen mit einem einfachen Plastikbeutel abdecken – Damit der Beutel bei der Sandentnahme nicht herabfällt, werden Gummibänder drum gespannt.

Mit dem Gartenhandschuh kann man anschließend den kompletten Sandfilter entleeren und für einen besseren Transport direkt in den Eimer legen.

Tipp: Manche Ratgeber empfehlen eine Sandentnahme mit einem Nass-Sauger, aber dieser muss nicht extra nachgekauft werden. Mit einem normalen Gartenhandschuh geht es auch.

7. Verschraubungen schließen

Fast geschafft. Nachdem der Filtersand entnommen wurde, muss die Ablassschraube an der Sandfilteranlage wieder geschlossen werden.

Spüle Sandhaftungen von allen anderen zuvor geöffneten Verschraubungen und schließe diese auch bevor du zum nächsten Schritt übergehst.

8. Sandfilteranlage mit dem neuen Sand befüllen

Bevor du die Sandfilteranlage mit dem neuen Filtersand befüllst, empfiehlt es sich zuvor gut einen Liter Wasser in den Filter zu gießen. Das bewirkt eine bessere Verteilung und Einschlemmen der Absorberarme.

Jetzt kann der neue Sand in die Anlage eingefüllt und glatt gestrichen werden.

Achte beim befüllen auf die angegebene Füllmenge des Herstellers und die Korngröße – Mehr Infos findest du weiter unten im Text.

Tipp: Ist keine Füllhöhe angegeben, dann wird der Sand bis unter den oberen Stutzen befüllt. Die Korngröße sollte zwischen 0,4 bis 0,8 mm liegen.

9. Abschließende Arbeiten

Das Befüllen mit dem neuen Filtermedium ist nun abgeschlossen und der Diffusorstutzen kann wieder in die Ausgangsposition gedreht werden. Anschließend wird die Tüte abgenommen und der Diffusor aufgesteckt.

Zum Schluss muss nur noch die Deckeldichtung, die Dichtung, der Deckel und alle anderen Verschraubungen sorgfältig abgespült werden. Danach wird die Dichtung aufgelegt und mit dem Deckel die Sandfilteranlage geschlossen.

Tipp: Vermeide beim schließen der Verschraubung ein zu starkes ziehen, um Spannungen und Leckagen zu vermeiden.

10. Rückspülung durchführen

Öffne alle Ventile und führe eine Rückspülung der Sandfilteranlage durch – Wie das genau geht, kannst du unter dem Link im Blogartikel nachlesen.

Überprüfe während der Spülung, ob alles dicht ist. Notfalls werden die Verschraubungen ein wenig nachgezogen.

Erst, wenn das Wasser im Schauglas des Multiventil klar ist, war die Rückspülung erfolgreich. Vergiss danach nicht noch einem Nachzuspülen.

In den Normalbetrieb geht man wieder über, indem man das Multiventil auf Filtern stellt – Fertig.

Tipp: Wenn der Filterdeckel nicht mehr dichtet, dann ist der Deckel gebogen oder die Dichtung der Sandfilteranlage muss erneuert werden. Zuvor kannst du aber versuchen die Dichtung zu wenden.

Wie viel Sand kommt in eine Sandfilteranlage?

Die Sandmenge spielt eine entscheidende Rolle für die spätere Wasseraufbereitung.

Aber wie viel Sand muss man in die Sandfilteranlage einfüllen damit alles reibungslos funktioniert?

Üblicherweise ist auf dem Gehäuse die genaue Füllhöhe des Sandes aufgedruckt.

Prüfe als Erstes ob die Herstellerangaben für die Sandmenge vorhanden sind und halte dich daran. Falls keine Angaben zur Sandmenge zu finden sind, dann sollte die Füllhöhe bis direkt unter den oberen Einlaufstutzen der Sandfilteranlage liegen.

In folgender Darstellung siehst du das Innere einer Sandfilteranlage und wo die Sandgrenze liegen kann.

Füllmenge für Sand in einer Sandfilteranlage
Abb. 1: Darstellung einer Sandfilteranlage mit der Füllmenge für Silex Sand.

Eine falsche Sandmenge kann zu Brüchen bei den Rohren führen und die Filterleistung beeinträchtigen.

Achte neben den Mengenangaben auch unbedingt auf die vom Hersteller angegebene Korngröße. Ist keine Korngröße angegeben, verwendet man Silex Sand mit einer Korngröße von 0,4 bis 0,8 mm.

Wie oft man den Sand beim Sandfilter wechseln sollte, kannst du im nächsten Kapitel nachlesen.

Wie oft den Sand beim Sandfilter wechseln?

Hersteller verlangen in der Regel einen jährlichen Wechsel, aber in der Praxis reicht es jedoch aus alle 1 bis 3 Jahre den Sand in der Sandfilteranlage auszutauschen.

Aber warum muss der Sand in der Sandfilteranlage so häufig gewechselt werden?

Der Filtersand nutzt sich mit der Zeit ab und dadurch sinkt die Filterleistung. Weiterhin ist eine Verkeimung des Filtersandes nicht auszuschließen.

Deswegen muss der Sand in bestimmten Zeitabständen erneuert werden.

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Wie oft der Sand ausgetauscht werden muss, hängt natürlich davon ab wie stark das verwendete Filtermedium beansprucht wurde.

Bei einer starken Abnutzung des Filtersandes sind die Körner rundgeschliffen und kaum noch in der Lage den Schmutz aus dem Poolwasser herauszufiltern – Hier ist ein früherer Sandwechseln notwendig.

Ein Erfahrungswert für den Sandwechsel liegt im Freibad bei alle 3 bis 5 Jahre (je nach Beanspruchung). In einem Hallenbad kann dieser Wert abweichen.

Es ist weniger die Frage nach einem genauen Zeitpunkt und wie oft bei der Sandfilteranlage der Sand gewechselt werden muss. Letztendlich muss man auf Störungen und Symptome wie trübes Poolwasser achten, die mit einem Sandtausch behoben werden.

Tipp: Wenn das Poolwasser bei der Wasseraufbereitung nicht sauber wird, dann kann eine Rückspülung der Sandfilteranlage helfen. Im Blog findest du unter dem Link eine ausführliche Anleitung wie das geht.

Fragen und Antworten zum Sandwechsel

Nachfolgend findest du weitere Fragen und die dazu passende Antwort in Bezug zum Sandwechsel.

Womit wird die Sandfilteranlage befüllt?

Auf dem Fachmarkt stehen verschiedene Sandfilteranlagen zur Verfügung.

Man darf aber nicht den Fehler machen und glauben das jede Filteranlage mit normalem Sand befüllt wird. Ein falsches Filtermedium führt zu einer schlechten Leistung bei der Filtration und kann sogar zu Beschädigungen der Anlage führen.

Deswegen musst du immer die Angaben des Hersteller beachten. Lese dazu das Benutzerhandbuch deiner Anlage.

Falls du aber eine gebrauchte Sandfilteranlage gekauft hast und keine Angaben auf dem Filter zu finden sind, wird standardmäßig Silex Sand für die Befüllung verwendet.

Welche Körnung sollte der Filtersand haben?

Um eine optimale Filterleistung zu erreichen empfiehlt es sich die Angaben des Herstellers für die Korngröße zu beachten.

Die richtige Körnung für den Filtersand steht üblicherweise auf dem Etikett oder im Benutzerhandbuch der Sandfilteranlage. Sind keine Angaben zu finden, dann verwendet man i.d.R. Silex Sand mit einer Korngröße von 0,4 – 0,8 mm.

Hierbei gilt: Je feiner der Sand, desto besser werden Trübstoffe herausgefiltert – Der Filtersand darf aber auch nicht zu fein sein.

Problematisch wird das ganze nur, wenn die Rückspülung zu selten durchgeführt wird.

Was ist besser? Sand oder Filterglas?

Sand wird überwiegend in privaten Bädern eingesetzt und ist im Vergleich zum Filterglas deutlich günstiger.

Die Filterleistung vom Filterglas gilt als effizienter und das Problem der Keimbildung wird reduziert. Dennoch kommt es in der Praxis mit herkömmlichen Filtersand zu keinen Einschränkungen bei der Wasseraufbereitung.

Ob man nun Sand oder Filterglas verwendet bleibt der persönlichen Präferenz überlassen. Wichtig ist, dass man die Angaben des Herstellers beachtet und vor dem Befüllen eine Kompatibilität mit Filterglas überprüft wird.

Muss man Sand bei der Sandfilteranlage nachfüllen?

Die Sandfilteranlage filtriert das Poolwasser am besten, wenn die Füllhöhe eingehalten wird.

Bei einer Rückspülung kann es zu einem geringen Sandverlust kommen und der Sand muss eventuell nachgefüllt werden.

Das passiert weitaus häufiger bei der Verwendung von DE-Erde (10 – 90 % Sandverlust) oder bei einer Mehrschichtfilteranlage die mit Aktivkohle befüllt ist.

Was ist zu tun, wenn nach dem Sandwechsel Sand im Pool landet?

Wenn beim rückspülen Sand aus dem Sandfilter kommt, dann ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Leitung lose oder im schlimmsten Fall gebrochen.

Das kommt häufig davon, wenn die Füllmenge überschritten wurde oder mit viel Kraft beim Sandwechsel gearbeitet wurde.

Um das Problem zu beheben muss die Problemstelle gesucht und behoben werden. Im Blog kannst du mehr über das Problem mit dem Sand im Pool nachlesen.

Kann ich die Anleitung für den Sandwechsel downloaden?

Die im Artikel veröffentlichte Anleitung für den Sandwechsel steht unter dem Copyright von wasserninja.de.

Für unsere Leser bieten wir aber die Möglichkeit an die Anleitung in Form einer PDF Datei kostenlos zu downloaden.

Falls du noch offene Fragen hast oder dir etwas unklar ist, kannst du gerne Kontakt aufnehmen und deine Frage einsende.

In diesem Sinne. Frohes schwimmen!

Über uns

Über die Jahre haben wir sehr viele Möglichkeiten ausprobiert einen Pool zu reinigen und dabei wertvolles Wissen angesammelt. Auf dieser Seiten teilen wir alles was funktioniert und was nicht.

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